Flatterhafte Schönheiten: Libellen

Heute wird’s tierisch: Es geht um Libellen, genauer gesagt um zwei blaue Libellen.

Leider bekomme ich nur selten Libellen zu Gesicht. Da unser kleiner Wolfsbach oft trocken fällt, die Bachränder zu oft gemäht werden und es mich an den einzigen Tümpel in der näheren Umgebung nur selten verschlägt. Und, dann habe ich mal Glück und die hübschen kleinen Flatterwesen fliegen mir regelrecht vor die Nase und ich habe nur mein Smartphone dabei. So ein Mist … Na ja, immerhin konnte ich sie „festhalten“, wenn auch nur in mittelprächtiger Qualität 😉

Besonders gefreut habe ich über die Blauflügel Prachtlibelle (ein Männchen), die ich bis dahin noch nie gesehen hatte …

Blauflügel Prachtlibelle, Libellenart, blaue Libelle, © wildpepeprmint-design.de

Übrigens: Die einzige Prachtlibellen-Art in ganz Mitteleuropa. Bessere Fotos und Infos gibt es z.B. hier >>

Und die Blaue Azurjungfer

Azurjungfer, Libelle Blau, © wildpepeprmint-design.de

Apropos Flattermänner: Der andauernde trocken-warme Sommer kommt den Faltern sehr gelegen. So viele wie dieses gab es schon ewig nicht mehr. Dazu gibt es in den nächsten Tagen einen Beitrag, mit „guten“ Fotos 🙂

PS: Die Libellen (und andere Insekten) haben mich auch künstlerisch inspiriert >>

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In jeder Hinsicht Dufte: Schwarzer Geißklee

Jedes Jahr auf’s Neue hatte ich es mir vorgenommen, ein kleines Pflanzenportrait zum Schwarzen Geißklee zu schreiben, zur Blütezeit. Aber immer kam etwas dazwischen und dann war die Blüte rum … Und dann: Aus den Augen, aus dem Sinn. Nun habe ich es endlich geschafft. Here comes the … *Trommelwirbel* … der SCHWARZE GEISSKLEE

Dieses Jahr hat er sehr früh geblüht (wie vieles andere auch) und ist nach rund drei Wochen Blütezeit, jetzt nahezu abgeblüht und hat bereits Samen angesetzt. – Zur Hochblüte …

Kennt ihr nicht? Noch nie vom Schwarzen Geißklee gehört? Dann wird’s aber Zeit 🙂

Schwarzer Geißklee in Blüte, © wildpeppermint-design.de

Der Schwarze (oder: Schwarzwerdender) Geißklee (Cytisus nigricans), ist ein Schmetterlingsblütengewächs. Er ist eine heimische Wildpflanze und relativ selten. Er blüht meist Ende Juni/Anfang Juli.  Er liebt steinig-sandigen Boden. In der Natur ist er selten und wächst dort gerne am Waldrand bzw. in lichten Trockenwäldern.

Sobald sich die Blüten öffnen, verströmt er einen wunderbaren Duft, der leicht an Honig erinnert. Deshalb steht der Kleinstrauch bei mir auch direkt an der Haustüre, damit ich möglichst oft in den Genuss von diesem Wohlgeruch komme.

Er kann, da er max. 1,00 – 1,50 hoch wird, sehr gut im Kübel kultiviert werden. Ein weiterer Pluspunkt wie ich finde, neben der schönen Blüte und dem Duft. Ich habe ihn in normale, torffreie Bioerde mit ein paar kleinen Steinchen und etwas Sand in einen Tontopf eingepflanzt.

Er ist robust und hat bis jetzt jeden Winter schadlos überstanden. Wenn man keinen Samen gewinnen möchte, kann er gerne nach der Blüte eingekürzt werden. ich schneide immer bis knapp unter der letzten Blüte.

Mein Strauch ist nun ca. fünf Jahre alt und ca. einen Meter hoch und breit. Dünger bekommt er im Frühjahr beim ersten Austrieb. Ein wenig Bio-Gartendünger und gemörserte Eierschalen.

Wenn es sehr warm ist und während der Blüte braucht er, je nach Topfgröße, etwas mehr Wasser. Aber immer erst gießen, wenn die Erde obenauf trocken ist.

Der Schwarze Geißklee ist ein echtes Hummelmagnet. Zumindest hatte ich immer viel Besuch von den kleinen pelzigen Brummern.

Neugierig geworden? Noch ein Plätzchen frei? Ihr werdet es nicht bereuen, wenn ihr eine Pflanze zu euch holt. Ihr bekommt ihn z. B. bei >> Syringa oder >> Strickler.

 

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Das Sommermärchen geht weiter

Der Wahnsinn, oder? Der dritte Sommermonat  – wobei wir ja nach dem Kalender erst jetzt offiziell Sommer haben – , noch dazu nahezu ohne Unterbrechung. Gab’s so was überhaupt schon mal in Deutschland? Ich glaube nicht. Irgendwie verrückt das Wetter, die Jahreszeiten, dieses Jahr. Egal. Feiern wir den Sommer so lange er dauert, genießen ihn in vollen Zügen.

Heute Nachmittag so …

Sommergras. Flattermänner. wilde Schönheiten und Sommer-Herbst-Blumen. – Die Dahlien blühen seit gut einer Woche. Die Kirschen sind schon so gut wie „fertig“. Die Schlehen sehen fast reif aus.

Sämtliche Früchte gibt es in rauen Mengen. Meine Blaubeere hängt so voller Früchte wie noch nie. Brombeeren, Äpfel, und. und, und. Früchtesegen wohin man sieht. Einziger Wermutstropfen: Die teilweise schlimmen Unwetter und andernorts, der fehlende Regen, die Trockenheit …

Und bei euch so?

 

 

 

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Wilde Schönheiten im Frühsommer

Da wir praktisch seit April Sommer haben, ist dieses Jahr alles früher. Sicher ist euch das auch schon aufgefallen.

So ist der Holunder schon so gut wie abgeblüht, die Linden blühen seit ein paar Tagen, der Baldrian und einiges mehr. Einige der aktuell blühenden Wilden Schönheiten habe ich mal für euch „eingefangen“. Sind sie nicht wunderbar? Und das beste, auch wenn auf den Bildern keine/kaum Insekten zu sehen sind, sie sind zahlreich unterwegs. Vor allem an der Linde herrscht zurzeit Hochbetrieb, nicht nur Bienen, auch Schmetterlinge finden Gefallen am dem reich gedeckten Tisch.

Apropos „reich“, es ist nicht nur alles früher, als normalerweise, es wird auch sehr reichliche Ernten geben. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Heidelbeeren und Kirschen, die schon reif werden, Holunder, Brombeeren. Alles hängt packevoll an Bäumen und Sträuchern. Wahnsinn.

Genießt den Sommer und erfreut euch auch an den Wilden Schönheiten. Und, ihr wisst ja, sät/pflanzt mehr Wildblumen, die Wildbienen werden es euch danken :-). Bis die Tage …

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Duftende Grüße: Der Diptam oder „Brennender Busch“

Kennt ihr Diptam – auch bekannt als „Brennender Busch“?

Eine sehr, sehr seltene Wildblume, die in Mitteleuropa, Nordafrika und Teilen Asiens heimisch ist. Auch, in Deutschland kann man sie antreffen, allerdings extrem selten, sie ist als stark gefährdet eingestuft und steht schon seit 1936 unter Naturschutz!

Mich hat sie mit ihren wunderschönen Blütenständen und diesem unglaublich intensiven zitronenartigen Duft einfach verzaubert und so habe ich mir vor ein paar Jahren eine Pflanze gekauft.

Sie treibt jedes Jahr willig aus, wo andere Wildblumen, aufgrund der seltsamen späten Winter, inzwischen fast alle die Segel gestrichen haben. Eigentlich müsste mein Diptam dringend in einen größeren Topf, aber nun warte ich bis sie abgeblüht ist und dann gibt es mehr Platz für sie, damit es nächstes Jahr hoffentlich mehr Blütenstände gibt.

Apropos Blüten: Dieses Jahr waren es vier Blütenstängel, leider hat zwei davon ein Sturm abgeknickt, weil ich zu spät war mit einer Stütze. Blöd.

Habt ihr auch Diptam in euren Gärten, auf Balkon oder Terrasse? Ich kann sie wirklich sehr empfehlen. Neben ihrer Schönheit und dem Duft ist sie sehr pflegeleicht und kommt in einem naturnahen Garten als Solitärstaude (evtl. am Gehölzrand, an einer eher trockenen Stelle) besonders gut zur Geltung.

Mehr Infos zum Diptam und was es mit dem „Brennen“ auf sich hat, könnt ihr z. B. bei Wikipedia nachlesen >>

Diptam im Abendlicht, brennender Busch, Wildblume, rosa Wildblume, duftende wildblume, © wildeschoenheiten.wordpress.com

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Flügge: Gartenrotschwanz

Maizeit ist Kinderstubenzeit. Die ersten Vogelkinder sind bereits flügge, wie dieser süße kleine Gartenrotschwanz.

Jedes Jahr brütet „unser“ Pärchen über der Haustüre, direkt unter dem Dach. Zuerst wird die Wohnung fein ausgeputzt. Tagelang liegen Unmengen an Moos- und Erdbröckchen vor der Tür. Einige Zeit später geht das Gezwitscher los. Vom ersten Sonnenstrahl bis zum letzten werden die kleinen Babys von Mama und Papa mit tüchtig Proteinen versorgt. Jede Mahlzeit wird lautstark angekündigt und mit freudigem Getschilpe begrüßt.

Und, ehe man sich versieht, wird die Wohnung zu klein und meine Fußmatte wird schick mit Guano verziert. 😉 Dann weiß ich, nun dauert es nicht mehr lange und die Kleinen werden flügge.

Heute war es soweit, der erste kleine Piepmatz ist ausgezogen. Wie ich das mitbekam? Purer Zufall. Heute Nachmittag gab es auf einmal ein unglaubliches Spektakel und ich dachte, was ist denn da draußen los, es wird doch nicht etwa eine Katze einen Jungvogel erwischt haben und Mama oder Papa regen sich furchtbar auf? Nein. Alles gut. Ein Jungvogel saß auf der Mülltonne und tschilpte aufgeregt. Keine Katze zu sehen und auch sonst alles o.k. Er war wohlauf aber offensichtlich etwas ängstlich. Sein Auszug war offenbar etwas unerwartet bzw. unfreiweillig geschehen. Frau Mama saß eine ganze Weile in der Nähe und später flogen beide Eltern wieder los, um die verbliebenen Nestkinder zu füttern.

Süß, oder? Ganz ausgewachsen ist er offenbar noch nicht, der Kleine. Denn die Schwanzfedern sind noch sehr kurz. Aber er kann immerhin einige Meter fliegen. Später saß er u.a. auf der Trockensteinmauer, dann auf dem Nachbar Grundstück auf einem Mauervorsprung und später in der Dachrinne und auf dem Zaun, wie ihr seht.

Kurz bevor es dunkel wurde, tschilpte es wieder und da sah ich die Amsel. Sie hatte Futter im Schnabel und bot es dem Kleinen an. Ich dachte, ich sehe nicht ricfhtig. Nur einige Momente später kam Mama-Gartenrotenschwanz und war sichtlich irritiert … So ging das noch eine Weile. Die Amsel suchte im Rasen Futter und Mama „Rotschwanz“ fütterte weiter die Kleinen im Nest. Herrn Papa habe ich nicht gesehen.

Mal schauen, ob der Kleine morgen noch da ist! Ich hoffe sehr, dass es ihm gut geht und er in Sicherheit ist.

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Zum Earthday – Love Wild Bees

Ja, heute geht es noch mal um Bienen. Genauer gesagt um Wildbienen.

Gestern aus dem Briefkasten gefischt: „Biene Majas wilde Schwestern“ (hatte ich bisher noch nicht gesehen – im TV verpasst und dann nicht mehr dran gedacht). – Da ich gerade etwas Zeit hatte, habe ich die DVD gleich gestartet. Was für ein schöner Film. Ich war ganz gebannt, super spannend, interessant. Sollte wirklich jeder einmal (oder öfter) gesehen haben!

Wusstet ihr z.B., dass manche (oder alle, bin mir gerade nicht sicher) Wildbienen nur den Nektar trinken und der Pollen für die Brut ist? Oder, dass die Hosenbiene ausschließlich die >> Wegwarte als Futterpflanze nutzt, diese nur Vormittags blüht und die Bienen sich beeilen müssen, damit sie genügend Futter sammeln können? Dass Wollbienen auf Ziest stehen? Oder andere besonders gerne an der Zaunwicke naschen? Oder manche Sandbienen Klatschmohnblätter zuschneiden und damit die Brutröhren auspolstern? Manche termitenähnliche Bauten anfertigen? Oder ihre Nester mit Grashalmen tarnen? Ich war echt platt, was diese kleinen Kerls alles fabrizieren. Wahnsinn.

Wundervolle Geschöpfe der Natur.

Leider lauern viele Gefahren – überall. Menschen gemachte, wie der Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, intensive Landwirtschaft. Aber auch im Insektenreich lauern Gefahren: So hat die Veränderliche Krabbenspinne Wildbienen zum Fressen gern – besser gesagt, sie saugt sie aus. Oder der Maiwurm, der eigentlich ein Käfer ist, der die Wildbienenlarven als Futter für seinen eigenen Nachwuchs „nutzt“?

Es gab noch viel mehr Interessantes zu Erfahren. Ihr kennt den Film noch nicht oder auch bisher verpasst, hier könnt ihr ihn >> anschauen. Es lohnt sich!

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Noch gibt es über 500 Wildbienenarten, zu denen auch die Hummeln zählen. Aber viele sind stark bedroht. Deshalb heute noch einmal mein Aufruf, tut was ihr könnt zum Schutz der Wildbiene (und den Honigbienen und anderen bestäubenden Insekten)! Selbst auf dem kleinsten Balkon kann man Wildblumen säen/pflanzen und ein Bienenhotel basteln (oder kaufen) und aufhängen/stellen. Verzichtet doch mal ganz bewusst, auf die „exotischen“, gefüllten Klassiker-Balkonblumen, gebt Wildblumen eine Chance, sie sind so schön, dazu besonders pflegeleicht. Viele sind mehrjährig bzw. säen sich selber wieder aus. So spart ihr auch Zeit und Geld.

Gewusst? 60 Prozent der Bestäubungsleistungen werden von Wildbienen erbracht!

Es ist so wichtig, dass wir die kleinen Brummer schützen, ihnen helfen: Wildbienen (aber auch Honigbienen, Schmetterlinge, Käfer & Co.) sie alle sind unersetzlich, denn sie bestäuben die Blüten von so vielen Früchten, sie sind also indirekt unsere Ernährer!

Also: Auf geht’s, wenn noch nicht geschehen, Wildblumen säen/pflanzen und Nistplätze schaffen!

Wer keinen Platz, Zeit oder Lust dazu hat, mag ja vielleicht eine der Umwelt-/Naturschutzorganisationen (wie die >> Heinz Sielmann Stiftung, die mir die DVD geschickt hat) mit einer Spende unterstützen oder hin und wieder bei einer Renaturierungs-Aktion helfen, beim Aufstellen von Wildbienenhotels usw. Es gibt immer etwas, das man tun kann. Denn jeder noch so kleine Beitrag zählt!

PS: Schaut euch gerne hier im Blog um, es gibt einige Beiträge, Tipps rund um bienenfreundliche Gärten.

>> Update: 20. Mai 2018 – Heute ist 1. Weltbienentag >> www.weltbienentag.de

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