The last dance

Keine Angst. Ich schließe den Blog nicht, auch wenn ich nur sporadisch dazu komme etwas zu posten. Was ich bei dem Titel im Kopf hatte, waren die letzten bunten Blätter, die nach ein paar leichten Frösten nun in Massen durch die Luft tanzen und sich zur Winterruhe betten.

Ein wenig Sonne gestern, das musste ich ausnutzen und habe meine Terrasse und Nachbars Japanische Kirsche (vor ein paar Tagen allerdings schon) noch mal im Bild festgehalten, bevor auch das letzte Novemberbunt verschwunden ist und sich die Natur überwiegend in Grau-Braun präsentiert.

Habt eine wunderbare Woche!

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Der November kann auch Bunt

Hey Folks! Ich bin mal wieder da … nach einer langen Pause. Mein Business hatte mich vollkommen in Beschlag genommen. Seit meinem letzten Post habe ich zwar weiterhin fotografiert, meist jedoch nur Schnappschüsse mit dem Smartphone, aber hin und wieder kam die Kamera mit, wie gestern zum Beispiel. Wir waren im Wald.

Zwar lies sich die Sonne nur sporadisch blicken, so war das Licht nicht ganz so toll, wie noch ein, zwei Stunden zuvor, aber ein paar nette Bilder sind doch dabei herausgekommen wie ich finde.

Ich habe das Gefühl, dass die Blätter jedes Jahr ein bisschen länger an den Bäumen hängen, trotz Trockenheit im Sommer und Frühherbst. Allerdings entdecke ich auch immer wieder Bäume, deren Laub nicht „normal“ verfärbt ist, sondern einfach vertrocknet an den Ästen hängt … :-/

Wie auch immer, noch ist der November sehr bunt und teilweise sogar noch richtig grün. Auch Pilze kann man noch immer sehr viele entdecken. Leider kenne ich nur sehr wenige. Ich glaube so viele wie dieses Jahr gab es schon ewig nicht mehr.

Nun viel Spaß mit meinem Novemberbunt und ein schönes Wochenende euch!

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Fliegen fliegen auf blühende Minzen

Ich liebe (Pfeffer-)Minze – als Tee oder im Infused Water, als Beigabe in div. Gerichten und als Duftpflanze – und nenne sechs verschiedene Sorten mein Eigen. Aber nicht nur ich liebe sie, auch div. Flieger, genauer gesagt: Fliegen, stehen auch auf Minze, auf deren Blüten, um genau zu sein.

Eigentlich soll man Kräuter ja am besten kurz vor der Blüte ernten, aber dann hätten im „Fall Minze“ div. Fliegenarten eine Nahrungsquelle weniger. Also dürfen sie bei mir erst blühen und anschließend wird geerntet. Zumal ich im Frühsommer immer schon eine kleine, erste Ernte einhole, vor allem, um die Stauden durch den leichten Rückschnitt zum Verzweigen anzuregen und so zur Haupternte etwas mehr „einfahren“ zu können.

Ihr seht, es ist richtig viel los an den Blüten …

Folgende Arten habe ich u. a. an meiner aktuell blühenden Marokkanischen Minze bestimmt: Gewöhnliche Langbauchschwebfliege, Mistbiene (auch eine Schwebfliegenart), Hainschwebfliege, Erzschwebfliege, Goldfliege und Xylotomima lenta.

P.S.: Eigentlich sollte es ein ausführlicher Minz-Beitrag werden, den ich schon länger angekündigt habe, aber das wird leider noch dauern, die Zeit … 😉

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Welche Wildblumen blühen im August

Hello again, meine lieben Leser!

Wie ich schon in meinen vorherigen Posts „Welche Wilblumen blühen im …“ schrieb, ist meine Auswahl auch für den August nur eine Auswahl, denn es blühen je nach Standort , Region und Witterungsbedingungen manche von den gezeigten Wildblumen schon im Juli bzw. auch über den August hinaus.

Meine Auswahl für den letzten „offiziellen“ Sommermonat (von links nach rechts): (Schmalblättriges) Weidenröschen, Ackerwinde, Natternkopf, Kornblume, Wilde Karde, Fingerhut, Nachtkerze, Mädesüß, Rainfarn. Typisch für den August sind weiterhin: kleines und großes Springkraut (auch das Indische Springkraut, allerdings ein Neophyt), Kanadische Goldrute (ebenfalls ein Einwanderer), Wasserdost, Färber-Hundskamille und die Kornrade.

Welche Wildblumen blühen im August?

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Hochsommer im Terrassengarten

Hochsommer. Mein Terrassengarten (zurzeit ca. 65 Pflanzen/Töpfe) ist jetzt wieder zum kleinen Dschungel mutiert …

Terrassengarten, Gärtnern in Töpfen, Topfgarten im Sommer

Da mein letzter Lagebericht schon eine ganze Weile zurückliegt, heute ein Update:

Zuerst zu meinen Neuzugägngen – als Dauergäste: ein Ziest (s. a. Video), eine winterharte (bis  ca. -5 Grad) Verbene, eine Schale mit (bisher) zwei Sedum-Arten (Mauerpfeffer & Hauswurz) sowie ein Lavendel (mein alter war ja leider im Winter 2017/2018 erfroren). Weiterlesen

Ein blaues Wunder: Die Wegwarte

Erst in meinem letzten Beitrag erwähnte ich die wunderschöne Wegwarte, die ich auf dem Weg zum Gartenfest in Hanau teilweise über zig Hundert Meter am Starßenrand entdeckte. Was mich natürlich sehr gefreut hat. Erst vor ca. drei Jahren tauchte eine Pflanze – quasi ums Eck – am Straßenrand auf und ich dachte, hui, was ist das denn für eine hübsche blaue Blume, habe ich ja noch nie gesehen!?

Wieder zuhause, habe ich recherchiert und herausgefunden, dass es die Gewöhnliche Wegwarte ist. Seitdem ist jedes Jahr an der gleichen Stelle wieder erblüht (und einige mehr an anderen Straßenrändern), leider wurde „meine“ kürzlich abgemäht, wird wohl nichts mit dem Blühen dieses Jahr …

Umso größer war meine Freude, als ich vor ein paar Tagen am Rande einer Pferdekoppel/Halle eine Staude zw. div. Wildblumen entdeckte. Yeah. Und kurz darauf noch eine an anderer Stelle. Jippie! Leider währte die Freude nur kurz, denn die Staude an der Halle, incl. der anderen Wildblumen war gestern Morgen abgemäht. Völlig grundlos wie ich finde. Sie haben keinen gestört und hatten noch nicht mal Zeit zum aussamen. Mit Ausnahme des Bienenfreundes. Ärgerlich.

Sicher, es war nur eine Pflanze, aber mich macht es dennoch wütend.

Und, heute morgen dachte ich, nimm mal die Kamera mit zur Gassirunde und fotografiere die  verbliebene, bevor sie auch „entsorgt“ wird. Ich hatte Glück und traf sogar einige Insekten auf den Blüten an.

Ich habe mich schlau(er) gemacht und spannende Sachen über die Wegwarte herausgefunden. Wusstet ihr, dass sie die Wildform bzw. eine Verwandte von Chiccorée, Zuckerhut, Radicchio bzw. Schnittzichorie ist? 2020 wird sie die Heilpflanze des Jahres sein! Und 2005 war sie schon Gemüse des Jahres! 2009 die Blume des Jahres!

Kleiner Steckbrief: Die Wegwarte ist eine ausdauernde Staude. Sie verfügt über eine tiefe Pfahlwurzel (mit Bitterstoffen und Inulin). Sie blüht ca. ab Mitte Juni bis in den Oktober hinein. Eine Besonderheit ist, dass sich ihre Blüten nur von Sonnenaufgang bis ca. 11.00 Uhr öffnen und auch nur einen Tag blühen. So kommt es, dass sie oft übersehen wird, wenn man nach 11.00 Uhr an ihr vorbei geht. Sie wird gerne von Bienen und Schwebfliegen besucht. Es gibt sogar eine Biene, die ausschließlich von der Wegwarte nascht!

In Mitteleuropa wächst sie vor allem auf Weiden, auf Randstreifen und Äckern. Sie mag es etwas nährstoffreicher, als viele andere Wildblumen, leicht feucht bis eher trocken. Die Wuchshöhe ist unterschiedlich, je nach Standort – nach meiner Beobachtung – ca. 70 cm bis über einem Meter. In manchen Ländern wird sie als Futterpflanze angebaut.

In der Heilkunde wurde sie etwa ab dem Mittelalter verwendet. Sie wurde/wird für viele Erkrankungen der Organe, vor allem der Verdauungsorgane (wg. der Bitterstoffe), verwendet und auch bei Hauterkrankungen eingesetzt. Die Wurzelzichorie, ihre Verwandte, diente früher als Bestandteil für den sog. „Muckefuck“ (kennt ihr vielleicht noch von euren Eltern oder Großeltern) bzw. noch heute für „Caro-Kaffee“.

Mehr Infos findet ihr bei „Tante Wiki“ >>

Ihr seht, eine interessante Pflanze, die viel zu bieten hat: Wunderhübsch, robust, Insektenfutter, Tierfutter, Lebensmittelbestandteil.

Die Wegwarte, ein blaues Wunder!

Update 5. Juli 2019: Hier geht es zu meinem unprofessionellen 😉 Video
>> Es summt und brummt. Insekten lieben die Wegwarte.

 

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Welche Wildblumen blühen im Juli?

Beinahe hätte ich es vergessen, es ist ja schon wieder Monatsende, Zeit „meine“ neun Wildblumen vorzustellen, die im Juli blühen. Wobei ihr das nicht ganz so genau nehmen dürft. Einige blühen auch im August noch oder haben bereits im Juni ihre ersten Blüten geöffnet. Dazu kommt natürlich die Region, die Witterung usw., wie der Blühbeginn ausfällt.

Dies sind meine „Wilden Schönheiten“ im Juli …

(Von links oben: Gelber Steinklee, Wiesenflockenblume, Wilde (mauretanische) Malve (meist findet man die heimische, hellrosa Wilde Malve), Ackerdistel, Schwarze (kleinblütige) Königskerze (dieses Jahr leider sehr selten, weil ständig die Feldränder gemäht werden), Wiesen-Witwenblume (Scabiose), Blutweiderich (ca. ab Mitte Juli, ebenfalls sehr selten dieses Jahr, gleiches Problem wie bei der Königskerze), Nachtviole (eher selten, kenne hier nur zwei Stellen), Echtes Leinkraut.)

Weiterhin blühen u. a. der Odermennig, die >> Wegwarte (die erfreulicherweise immer öfter zu finden ist), >> Wiesen- und Echtes Labkraut (ich liebe den Duft), Kornblumen (hier habe ich noch keine dieses Jahr entdeckt), Kornrade (dto.), div. Kamille-Arten, Ziest, echtes/großes Springkraut (blüht gelb, das Drüsige ist größer und Rosa blühend), Baldrian, Mädesüß. Teilweise blüht auch schon der Rainfarn und die Weidenröschen.

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