Alte Pflanzenschätze wiederentdeckt: Der Goldlack

Eigentlich sind mein Thema ja vor allem die wilden, heimischen Schönheiten. Andererseits, was heißt schon heimisch?! Viele der heute als heimisch bezeichneten Pflanzen stammen aus dem Mittelmeerraum, aus Ostasien usw.  Und, ich finde, die alten Schönheiten, die früher in jedem (Bauern-)Garten zu finden waren, verdienen es wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken.

(c) Heidrun Lutz | Grußkarte erhältlich bei: http://www.4plus-marketingshop.de

Da ich ein Faible habe, für alles was duftet, macht der Goldlack den Anfang.

Ursprünglich stammt der Goldlack (Erysimum cheiri) aus der Mittelmeerregion – was auch erklärt, warum er nur bedingt frostfest ist. Er gilt als eine der ältesten Gartenpflanzen überhaupt. Er wurde vor allem wegen seines betörenden Duftes und der warmen Blüten-
farben kultiviert. Die Farben variieren meist von einem satten Gelb, über Gold bis zu div. Brauntönen. Hin und wieder findet man auch rosa angehauchte Blüten bis hin zu Purpurrot.

Vor vielen hundert Jahren brachten einst Kreuzfahrer den Goldlack aus den Burggärten – wo er noch heute teilweise wild wächst – mit nach Deutschland.  Eine kleine Renaissance erlebt der Goldlack zurzeit vor allem in Natur- und Bauerngärten.

Besonders schön harmoniert der Goldlack meiner Meinung nach mit Tulpen, Oster-
glocken, Vergissmeinnicht, Bellis, Stiefmütterchen bzw. Hornveilchen, Schlüssel-
blumen, Aurikeln usw. Wenn möglich, am besten die jeweilige Wildform wählen, und bitte keine gefüllten, hochgezüchteten Arten. Das passt nicht zum einfachen Charme des Goldlacks und Bienen & Co. finden an diesen Blüten keine Nahrung.

Im Kübel kann man Goldlack ebenfalls kultivieren und am besten in die Nähe eines Sitzplatzes stellen, so ist man stets umgeben von dem herrlich warmen Duft. Übrigens: Der Goldlack macht auch eine schöne, duftende Figur als Schnittblume.

Kleiner Steckbrief: Höhe ca. 30 bis 50 cm, Blüht von Mai bis Juni. Goldlack ist zweijährig (blüht im zweiten Jahr). Standort: Am liebsten vollsonnig, geschützt. Nährstoffreicher Boden (stickstoffbetont) wird bevorzugt. Winterschutz mit Reisig ist empfehlenswert.

Eher unbekannt: Goldlack zählt zu den Heilpflanzen. Zumindest früher ver-
wendete man die Blüten, den Samen und sogar das Kraut gegen div. Erkran-
kungen. Und aus Goldlack-Blüten wurde ein Gesichtswasser hergestellt.

Aber Vorsicht: Goldlacksamen gelten als toxisch. Besonders, wenn Sie Kinder haben, aufpassen, dass sie nichts in den Mund stecken. Und im Übrigen gilt wie für alle Heilkräuter am besten nur nach Rücksprache mit dem Heilpraktiker oder Arzt anwenden.

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