Wildes Fotomodell zu Besuch

An einem Morgen, vergangener Woche – ich glaube es war am Freitag – öffne ich die Haustür, will nach draußen gehen, als ich etwas aus dem Augenwinkel wahr nehme, dass irgendwie nicht dort hin gehört …  es ist eine Hain-Bänderschnecke, die sich in der Nacht wohl „verirrt“ und direkt am Türrahmen übernachtet hat.

Ich denke, ist ja witzig, ob das etwas zu bedeuten hat? Hm … Vielleicht soll ich mal einen Gang zurückschalten, etwas langsamer machen? Oder mich einfach über den überraschenden Besuch freuen? Ja, klar. Ist doch schön, wenn sich eine Häuser-
schnecke bei mir wohl fühlt 😉 Oder: Vielleicht ist das ein tierisches Fotomodell, dass einen neuen Job sucht? Also habe ich nicht lange gefackelt und habe sie in ein großes Glas mit Grünzeug umquartiert – für eine spätere Fotosession. Ich denke, das Schneckchen hat mein „Firmenschild“, das genau neben ihrem ungewöhnlichen Nachtquartier hängt, gelesen. Dort steht unter anderem „Fotografie“ 😉

Später nahm ich mir etwas Zeit und schoss zuerst etliche Indoor-Fotos. Sie machte zwar nicht immer das, was ich mir vorstellte, aber im Großen und Ganzen klappte es doch recht gut. Danach musste sie noch eine kleine Session in meinem Kübelpflanzen-Garten über sich ergehen lassen.

Zwei der besten „Schüsse“ seht ihr hier …


Danach habe ich sie wieder ausgewildert 😉 Ich glaube, im Rampenlicht zu stehen war doch nicht so ganz ihre Sache … schnell verkroch sie sich im Grünzeug und habe sie seitdem nicht mehr gesehen.

 

Für alle die gerne mehr wissen wollen, noch ein kleiner Steckbrief zur Hain-Bänderschnecke: Das Gehäuse ist bis zu 18 mm hoch und 23 mm breit. Man trifft sie in der Regel von März bis Oktober an. Das Gehäuse ist unterschiedlich gestreift. Sie ist in West- und Mitteleuropa heimisch, hin und wieder trifft man sie auch in Gärten (vor allem Naturgärten) – oder vor der Haustür 😉 an.

Hain-Bänderschnecken sind die Leibspeise der Singdrossel 😦 – sollten lieber die ollen orangen Schleimer fressen. Eine verwandte Art ist die Garten-Bänderschnecke, man erkennt sie daran, dass die Mündung (die „Hausöffnung“/Rand) bei ihr immer hell ist.

Tipp: Mehr Schnecken gibt es hier wildeschoenheiten.wordpress.com

 

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4 Gedanken zu “Wildes Fotomodell zu Besuch

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