Kleine Krabbler: Käfer, Bienen, Spinnen & Co.

Normalerweise befasse ich mich in meinem Blog ja nur mit wilden floralen Schönheiten, mal von der einen oder anderen Ausnahme (Z.B. „Störche vor der Haustüre„, Schmetterlinge) abgesehen. Da ich aber beim Fotografieren meist sehr nah an die Blumen und Kräuter heran gehe bzw. einfach einen Blick für Details und die kleinen Dinge habe, entdecke ich so auch des Öfteren die unterschiedlichsten Insekten. Manches Mal sogar auch mir noch unbekannte und relativ seltene Exemplare.

Die Bestimmung ist nicht immer einfach trotz meines wirklich sehr guten Bestimmungsbuchs „Pareys Buch der Insekten„. Es scheinen auch hin und wieder – wohl durch den Klimawandel beeinflusst – auch Krabbler den Weg nach Hessen zu finden, die normalerweise hier nicht vorkommen oder auch Mutationen/Abwandlungen, die eine Bestimmung für einen interessierten Laien wie mich recht schwierig machen. Wie auch immer, hier mein kleiner Querschnitt durch die heimische Insektenwelt.

Gefunden habe ich u. a.: Balkenschröter (ähnlich dem Hirschkäfer-Weibchen), Kreuzspinne, Pflanzenwespe, Feldheuschrecken, grünes Heupferd, „Schillerkäfer“, Schwebfliegen, Wanzen, Fliegen …

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Übrigens: Vielleicht ist es Euch auch schon aufgefallen, es gibt keine bzw. kaum Wespen dieses Jahr, auch Wildbienen und Schmetterlinge sind rar. Wie ich in einer Magazinsendung im TV erfahren habe, liegt es wohl an dem größtenteils zu kalten und nassen Frühjahr. Die Populationen sind entweder verhungert, Waben sind verfault oder Larven haben sich durch Unterkühlung erst gar nicht entwickelt. Hoffen wir mal, dass zumindest Schmetterlinge und Wildbienen im nächsten Jahr wieder reichlich anzutreffen sind. Wespen brauche ich ehrlich gesagt nicht wirklich 😉

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6 Gedanken zu “Kleine Krabbler: Käfer, Bienen, Spinnen & Co.

  1. Hallo Heidrun,

    stimmt, dieses Jahr gab es wirklich wenig Wespen. Wildbienen kamen mir nicht unbedingt weniger häufig vor, Schmetterlinge geht so.
    Deine Fotos sind klasse. Ich habe schon mehrere Krabbler wiedererkannt. Kennst Du diesen sehr schön blau-metallisch schimmernden Käfer, der so gern auf Minze hockt? Ich bin gerade nicht sicher, ob der bei Deinem Potpourri dabei war. Davon habe ich jede Menge im Garten. Sehen sehr hübsch aus, aber sie bzw. die Larven haben mir die ganze Minze dezimiert. Da muss ich mir für nächstes Jahr was einfallen lassen.

    Ist das mit den Mutationen tatsächlich so? Wäre ja ein Ding. Wer weiß, was für Viecher da noch bei rauskommen!

    Viele Grüße,
    Doris

    1. Hallo Doris,

      ich habe bisher noch keine einzige Wespe gesehen, aber es mag auch regional noch mal etwas unterschiedlich sein mit den Insektenpopulationen.

      Danke, freut mich, wenn meine Bilder gefallen. Der hübsche Käfer, der leider manchmal eine Plage sein kann, ist ein Chrysomelidae menthastri (sog. Blattkäfer) sein. Man trifft ihn von etwa Mai bis September an Minzen und anderen Lippenblütlern, an eher feuchten Orten. Er ist auch in meinem Portfolio und saß an einem Hohlzahn.

      Ja durch veränderte Lebensbedingungen und Mischungen untereinander entstehen auch neue Unterarten, quasi Mutationen mit etwas anderen Merkmalen.

      Apropos Schädlinge, „dank“ Globalisierung schädigt zurzeit vor allem im Rheinland ein chinesischer Käfer Bäume: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/spiegel-tv-magazin-laubholzbockkaefer-breiten-sich-im-rheinland-aus-a-853389.html

      LG; Heidrun

  2. … auweia, das ist ja krass. Davon wusste ich noch nichts, danke für den Link. Ja, Globalisierung ist schön, aber manchmal ist sie auch überhaupt nicht so toll. Ähnliche Probleme hat es ja schon immer gegeben, weil der Mensch Tiere mit in Gegenden genommen hat, in denen sie nichts zu suchen hatten, aber dieses Ausmaß ist beängstigend.
    Faszinierend finde ich allerdings, dass man Hunde zu Käferspürhunden ausbilden kann! Was es nicht alles gibt …

    1. Ja, das ist wirklich krass. Andere Länder kämpfen mit anderen Viechern, die nicht heimisch sind und zur Plage geworden sind. Und auch sonst, bringt die Globalisierung viele Nachteile und Probleme mit sich. Ich stehe dem ganzen „Gedöns“ ziemlich skeptisch gegenüber.

      Hunde sind echte Schnüffelwunder. Man kann sie im Prinzip auf jeden Geruch trainieren 🙂

  3. Hallo Heidrun,
    deinen Hinweis auf das nasse und kalte Frühjahr finde ich interessant, könnte schon sein. Wobei es bei uns reichlich Wespen und Wildbienen im Garten gab/gibt, nur mit den Schmetterlingen war’s „mau“. Im Grunde gab es nur Kohlweißlinge (davon genug) und ab und an Bläulinge. Ich bin wirklich gespannt, ob das im kommenden Jahr anders ist. Das mit den Schmetterlingen war sehr auffällig. Denn auch im Botanischen Garten oder in einigen Naturschutzgebieten, in denen ich unterwegs war, war es nicht anders.
    Lieben Gruß
    Elke

    1. Ja, das kann gut sein, dass es regional durchaus etwas unterschiedlich ist. Ich habe wirklich kaum Schmetterlinge gesehen und keine einzige Wespe. Wildbienen auch weniger als sonst. Ich bin ebenso gespannt wie das dann mit den Populationen im nächsten Jahr wird.

      Liebe Grüße, Heidrun

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