Wilde Hausapotheke

Unsere heimischen Wildkräuter haben einiges zu bieten. Manche sehen einfach hübsch aus und eignen sich auch gut für einen Naturgarten bzw. eine naturnahe Ecke im Garten, Gräser sind ein schöner Strukturgeber, viele Wildkräuter schmecken gut und dann wäre da ja noch die Tatsache, dass viele wilde Pflanzen auch heilsam sind.

Bei meinen Pflanzenportaits gehe ich gerne auch auf diesen Aspekt ein und möchte heute einmal ganz allgemein die „Wilden“ und ihre Heilkräfte in den Mittelpunkt stellen.

Einige der bekanntesten Wildkräuter, die kaum zu verwechseln sind und so auch der Laie ohne Gefahr sammeln und nutzen kann, sind zum Beispiel …

… der Spitzwegerich: Ein probates Mittel bei Husten und Heiserkeit und als „grüner“ Pflaster bei Schürfwunden. Er wirkt mild antibiotisch, blutstillend und wundheilend. – Da sehr verbreitet, dürfte es kein Problem sein Spitzwegerich zu finden.

Für einen Hustentee (heiß aufbrühen und ca. 10 Minuten ziehen lassen) sammelt man die Blätter und trocknet sie.  Für den „grünen“ Pflaster einfach einige Blätter zerreiben/quetschen bis der Saft austritt und auf die Wunde tropfen, evtl. mit einem weiteren Blatt umwickeln.

… die Wilde Malve: Die enthaltenen Schleimstoffe sind u. a.. ein gutes Mittel bei (Reiz-)Husten und Halsentzündungen. Hierzu wird ein Kaltaufguss hergestellt, da sonst die Schleimstoffe zerstört werden. Mehr zur Malve und ihre Wirkungsweise und Zubereitung: www.heilkraeuter.de

Malve, Spitzwegerich, Wiesenkräuter, Naturapotheke von der WieseTipps fürs Sammeln: Am besten an Stellen sammeln, die von Landstraßen, Äckern möglichst weit entfernt liegen. Am besten nach einer Schönwetterperiode, es sollte mindestens 3 Tage hintereinander sonnig und trocken gewesen sein. So kann man sicher sein, dass die Wirkstoffe hoch konzentriert in der Pflanze sind.

Getrocknete (und natürlich auch frische) Kräuter können nicht nur als Tee, sondern auch für Salben und Tinkturen verwendet werden.

Tipps fürs Aufbewahren:  Die Kräuter besser nicht waschen, ausschütteln reicht, sie brauchen sonst zu lange zum trocken und können u. U. sogar schimmeln und das wäre ja schade … Entweder man hängt sie in kleinen Bündeln kopfüber an einen schattigen, trocknen  und luftigen Platz oder breitet die Blätter/Blüten locker auf einem Tablett oder ähnliches aus. Raschelt es schön, dann können die Kräuter in Dosen gefüllt werden. Länger als ein Jahr sollten sie jedoch nicht aufbewahrt werden, dann nimmt die Wirkkraft rasch ab – und das Aroma verfliegt auch zusehends.

Zum Vertiefen: Literatur zum Thema gibt es genug, z. B. bei: www.amazon.de

Und, immer daran denken, vor allem wenn ihr über längere Zeit ein Naturheilmittel nutzen wollt, fragt besser den Heilpraktiker eures Vertrauens, insbesondere wenn ihr zudem andere Medikamente einnehmt.

PS: Übrigens besonders bei Frauen wird  eine natürliche Behandlung immer beliebter – auch oder gerade bei typischen „Frauen-Beschwerden“. Eine kleine Übersicht gibt das Magazin „Liebes Land“ in der aktuellen Ausgabe 08/2013 in dem Beitrag „Kräuter, die Frauen gut tun“.

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