Der Zauber des Vergänglichen

Geht es euch auch so, einerseits werde ich immer ein bisschen traurig, wenn sich im Herbst nach und nach die Farbe aus der Natur verabschiedet, die Bäume kahl werden, die Landschaft in ein Einheits-Braun-Grau-Grün getaucht wird.

Andererseits bevor es so richtig kahl und trist wird, schenkt uns die Natur eine wahre Farbexplosion, sie gibt noch mal alles, bevor sie in den Winterschlaf versinkt. Diesen Übergang vom Herbst zum Winter mag ich sehr. Ich genieße es, besonders, wenn dazu die Sonne scheint oder das diffuse Licht bei Nebel und/oder die Natur morgens mit Eiskristallen überzogen ist.

Denn dann hängen noch vereinzelt Blätter an den Bäumen, Blüten und Samenstände sind zwar braun aber sie stehen noch aufrecht, so dass sie überzuckert mit Raureif eine besondere Schönheit sind. Muster und Strukturen sind jetzt besonders gut zu erkennen. Herrlich!

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Werden und Vergehen … Jede (Jahres-)zeit hat ihre schönen Seiten.

Das Erwachen der Natur, die Geburt, der Frühling: wenn Blattknospen und Samenkörner platzen und die ersten zarten Blätter sich zeigen. Die Vogelwelt mit heiterem Gezwitscher vom Frühling kündet. Wenn alles noch frisch, nicht voll entfaltet und zart ist, das macht Lust auf mehr … Vorfreude auf den Sommer. Manches Mal – wie 2013 – geht es dann ganz schnell, zu schnell wie ich finde, die ersten Blüten kommen hinzu, es wird scheinbar über Nacht bunt und alles ist voller Tatendrang, Energie – Lebenslust pur. Was auch uns Menschen wieder aktiv(er) werden lässt 😉

Der Lebenskreislauf schreitet in großen Schritten voran. Sommer: Nun ist alles auf dem Höhepunkt. Alles ist voll entfaltet, die Bäume stehen in sattem Grün, haben bereits Früchte angesetzt und spenden Mensch und Tier Schatten. Alles im Überfluss. Es blüht wohin man sieht, Insekten summen, die Tierwelt präsentiert sich mit Nachwuchs und ehe man sich versieht: Die ersten Früchte werden reif, die Ernte im Garten läuft auf Hochtouren und auch die ersten Wildfrüchte wie Himbeeren können geerntet werden.

Spätestens wenn die Brombeeren reifen, kündet dies vom nahen Herbst. Beginnen sich die ersten Blätter hier und da zu verfärben, werden die Felder leerer, sind abgeerntet und womöglich der erste (überraschende) Nachtfrost, dann ist es klar, das war’s mit dem Sommer. Die Erntezeit geht in den Endrunde. Jetzt heißt es Vorräte anlegen, Zeit für den Winter vorzusorgen.

Alles bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor, auch so manche Tiere legen nun Vorräte an, andere suchen warme Winterquartiere und auch der Mensch zieht sich wieder mehr ins Haus zurück. – Es ist immer wieder interessant zu beobachten: Vom Frühling bis in den frühen Herbst herrscht immer reges Treiben, man hört und spürt es überall. Kaum geht es Richtung November, ist es plötzlich mucksmäuschenstill draußen …

Manches Mal wünschte ich, es gäbe nur Frühling, Sommer und Herbst. Denn, auch wenn der Winter durchaus seine schöne Seiten hat (haben kann), es dürfte gerne – besonders nach dem Schnee heute – lieber früher als später Frühling werden. Aber dieses Jahr bitte schön gemütlich, alles der Reihe nach und keine Frühlingsexplosion 😉

Wer auch schon ungeduldig mit den Hufen scharrt und es kaum abwarten kann, bis es wieder Frühling wird, gibt einfach in die Suchmaske rechts mal „Frühling“ ein 🙂 …

Oder Gartenkataloge durchstöbern, Pflanzplan anlegen, erste Pflanzen vorziehen und lässt sich die Wartezeit bis zum Frühling leicht verkürzen.

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