Wildstauden für den Garten

Gerade eben auf meinem„Gelben“ Blog veröffentlicht die beiden hübschen gelb blühenden Wildstaudenarten des Gilbweiderich, da dachte ich mir das passt und schiebe hier noch einen Beitrag zu Wildstauden (allgemein) für den Garten nach 🙂

Punktierter Gilbweiderich, GoldFelberich

Wildstauden bieten einige Vorteile gegenüber vielen gezüchteten Hybriden. Sie haben einen Nutzen für die Insekten- und damit auch der weiteren Tierwelt, vor allem Vögel. Sie sind besonders robust und pflegeleicht, sie sorgen für einen charmant-wilden Charakter im Garten und hübsch sind sie auch! In der Vase machen sie ebenfalls eine gute Figur. – Natürlich kann man mit ihnen auch formale Gärten gestalten, wenn man es gerne eher ordentlich hat 😉

Vielleicht überzeugt es ja den einen oder anderen Gartenbesitzer mehr auf Wildstauden zu setzen oder vielleicht „Exoten“ bzw. „nutzlose“  Hybridzüchtungen in Zukunft ganz oder zumindest größtenteils aus dem Garten zu verbannen. Denn wilde Blumen, Wildkräuter & Co. werden leider in freier Natur immer seltener und so können wir mit unseren Gärten ein wenig vom „Verlust“ auffangen. – Ich habe ja schon lange mein Herz an die Schönen Wilden verloren, was ja auch der Grund für meinen Blog war 🙂

Es gibt für jeden Gartenbereich passende Wildstauden (ein- und mehrjährige). Für sonnige, trockene Standorte, halbschattige und auch schattige, feuchte Standorte.

Eine schöne Kombination für einen sonnigen Standort sind zum Beispiel: Schwarze Königskerze, weiße oder rosa Schafgarbe, Blut-Storchschnabel und Frauenmantel. Auch schön sind Echte Kamille, Klatschmohn, Färber(hunds-)kamille, wilde Malve, Wiesen-Mageriten.

Im halb-schattigen, eher etwas feuchteren Bereich kann ich mir eine Kombination aus Blauem Eisenhut, Große Sterndolde, Braunelle (oder kriechender Günsel) für den Vordergrund gut vorstellen. Oder: Diptam, Kornblume, Akelei, Lupine, gewöhnliche Flockenblume (wächst beides auch im sonnigen Bereich gut), Blutweiderich, Mädesüß, echte Schlüsselblume und der bereits erwähnte Gilbweiderich.

Ein paar Anregungen für den schattigen, feuchten Gartenbereich: Wald-Geißbart (ich hatte früher mehrere Stauden, sind echte Hingucker und toll in Blumensträußen), das Salomonssiegel, Fingerhut, Haselwurz, Waldmeister (der jedoch zum Wuchern neigt, ebenso wie Maiglöckchen), Mondviole, Walderdbeeren, Leberblümchen und das früh blühende Lungenkraut.

Natürlich gibt es noch viele weitere schöne Wildstauden, die sich für den Garten eignen. Auch Züchtungen der Wildformen, Stauden in anderen Farben usw. die dennoch ihren Wert für die Tierwelt behalten haben. So wird das Spektrum noch mal um einige hübsche Pflanzen erweitert. Wenn ich euch neugierig gemacht habe: Es gibt rund um den Naturgarten und Wildstauden gute Literatur, besonders die Bücher von Reinhard Witt kann ich wärmstens empfehlen. Ansonsten, einfach mal hier in meinem Blog stöbern, da werdet ihr auch die eine oder andere Inspiration finden.

Und zum Schluss noch zwei Bezugsquellen für Wildstauden, die ich sehr empfehlen kann. Dort gibt es Top-Beratung und was ebenfalls wichtig ist, hier gibt es zusätzlich zum gebräuchlichen deutschen Namen, den lateinischen Namen dazu, so kann man sicher sein, dass es wirklich eine Wildstaude und kein „nutzloser“ Hybrid ist. Von gefüllten Sorten solltet ihr grundsätzlich die Finger lassen, wenn ihr etwas für die Bienen und andere Insekten tun möchtet.

www.gaertnerei-strickler.de

www.hof-berggarten.de

Für weitere Bezugsquellen einfach in meinen Blogroll schauen oder die Suchmaschine eurer Wahl (meine ist: www.benefind.de) anwerfen. Vielleicht gibt es sogar eine Wildstauden-Gärtnerei in eurer Nähe.

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3 Gedanken zu “Wildstauden für den Garten

    1. Danke! 🙂 Ja, Lupinen werden gerne von Schnecken „befallen“. Interessanterweise wachsen sie in freier Natur meist völlig ungehindert, wie ich kürzlich wieder festgestellt habe. Überhaupt scheinen sich die Nackschnecken vor allem in unseren Gärten wohl zu fühlen, uns zu ärgern und unsere mühsam aufgepäppelten Pflanzen zu „maserkrieren“ …

      LG & ein schönes Wochenende, Heidrun

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