Multitalent Kapuzinerkresse: dekorativ, lecker, gesund und heilsam

Heute breche ich mal mit meinem Konzept und widme mich der nicht heimischen, aber wunderschönen und nützlichen sowie gesunden Kapuzinerkresse.

Letztes Jahr bin ich zu spät drauf gekommen, auch Kapuzinerkresse zu säen und so habe ich sie im Herbst letzten Jahres auf meine Einkaufsliste für 2014 gesetzt. Ich habe sie zusammen mit Buschbohnen und der Monatserdbeere Mara de Bois in Mischkultur in einem geräumigen Balkonkasten sowie als Unterpflanzung bei meinen beiden Tomaten. Eigentlich wollte ich aus Platzmangel, und weil als Unterpflanzung besser geeignet, die nichtrankende Sorte. Leider musste ich feststellen, man kann den Aufdrucken auf den Samentüten offenbar nicht trauen. Seht selbst … Ist das NICHT rankend? 😉

Rankende Kapuzinerkresse, Arzneitpflanze 2013

Nun ja, so bin ich unfreiwillig zur rankenden Kapuzinerkresse gekommen. Hübsch ist sie ja 🙂

Wie schon Eingangs erwähnt, hat die Kapuzinerkresse viele gute Seiten und deshalb fand ich, sie muss auch als nicht heimische (Wild-)pflanze in meinen Blog. Neben ihrem dekorativen Wert im Garten oder Balkonkasten ist sie eine leckere Bereicherung in der Sommerküche. Die zarten Blätter geben klein geschnitten Salaten eine würzig-scharfe Note. Die Blüten sind ebenfalls essbar und verschönern zudem Salate und andere Sommergerichte als essbare Dekoration. Und geschlossene Knospen und unreife Samen lassen sich in Essig oder Salzlake als Kapernersatz einlegen.

Weiterhin hat die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) durch das enthaltene Benzylsenföl eine antibakterielle Wirkung und wird auch arzneilich verwendet – u.a. gegen bestimmte Viren, Bakterien und Hefepilze. Und bei Schmerzen, für eine bessere Wundheilung, bei Verdauungsproblemen und Atemwegsinfekte. Wie ich kürzlich las, sehen Wissenschaftler in der Kapuzinerkresse großes Potenzial als Alternative zur „klassischen“ Antibiotika. Kein Wunder, dass die sie 2013 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt wurde.

Rankende kapuzinerkresse

Kapuzinerkressen sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Kapuzinerkressengewächse. Es gibt kletternde, rankende und buschig wachsende Sorten. Sie sind ein- oder mehrjährig. Die Blätter haben ebenso wie Lotusblumen den „Abperleffekt“. Ursprünglich war sie in Mittel- und Südamerika beheimatet und sie hat ihren Siegeszug längst rund um die Welt angetreten, wächst in fast allen gemäßigten Zonen der Erde.

Last but not least, auch im Garten ist sie nützlich: Durch ihren Geruch vertreibt die Kapuzinerkresse div. Schädlinge wie Blattläuse, Ameisen, auch Kohlweißlinge und sogar die ollen Nacktschnecken mögen die Kapuzinerkresse nicht. Sie ist zudem völlig anspruchslos, wächst in jedem normalen Boden. Nur Schatten und Staunässe mag sie nicht.

Tipp: Wächst sie alleine im Kübel, kann man versuchen sie zu überwintern, denn eigentlich ist sie mehrjährig, verträgt nur keinen Frost.

Wer noch mehr über diese tolle Pflanze wissen möchte – gerade entdeckt – schaut mal hier >>

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16 Gedanken zu “Multitalent Kapuzinerkresse: dekorativ, lecker, gesund und heilsam

  1. Definitiv mal wieder ein Eyecatcher Heidrun 🙂 Du machst echt wunderbare Fotos. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich die Kapuzinerkresse noch gar nicht (bewusst) zu mir genommen habe. Wie schmeckt die so und hast du ein paar Rezeptideen außer Salate 🙂 Darüber hinaus kann man eventuell auch einen Tee machen oder?

    1. Danke, freut mich, dass dir mein Beitrag, die Bilder gefallen 🙂

      Geschmacklich ähnlich wie Gartenkresse, angenehm scharf-würzig. Wobei die zarten grünen Blätter schärfer sind als die Blüten, die ja auch essbar sind. Einen Tee macht man nicht davon, sie wird „nur“ als Speisewürze genutzt oder einfach mal so zwischendurch eine Blüte knabbern. Mehr Infos zur Wirkung und Einsatz findest du z.B. hier: http://www.heilkraeuter.de/lexikon/kapuzine.htm

    2. Tee noch nie probiert, lieber frisch essen. Trocknen lohnt auch nicht. Sie schmeckt kressig, rettichscharf. die Blüten haben süßen Nektar, der mit der zarten Konsistenz und der Schärfe ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis bietet. Ja, ich finde die Fotos auch wundervoll… und den Bericht sehr schön geschrieben. Ich habe sie für mein Fruchtleder mit Banane und Birne, oder Apfel mit pürriert, auch Blüten zugefügt, mit etwas Zitronensaft und -Schalenabrieb. Köstlich…

      1. Vielen Dank für dein Feedback. Freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt. Und interessant mit dem Fruchtleder. Das habe ich noch nie probiert. Vielleicht nächstes Jahr mal. LG, Heidrun

  2. Ich habe seit jahren Kapuzinerkresse im Garten aber das sie Blattläuse vertreibt stimmt leider nicht. Blattläuse lieben Kapuzinerkresse nur deshalb bleiben sie anderen Pflanzen fern. Ich Pflanze sie bewusst in die Nähe von Rosen usw dann pflücken ich die stark mit Blattläusen befallenen Blätter ab und endsorgt sie. Auch eine gute Möglichkeit chemische Mittel zu vermeiden.

    1. Ich habe dieses Jahr mal je eine Kapuzinerkresse zu den Tomaten gepflanzt. Ich glaube, das gefällt ihnen 🙂 Ich hatte noch nie Läuse an der KapuKresse … Und, ja auf jeden Fall eine von vielen Möglichketien, Chemie/Gift im Garten zu vermeiden.

  3. Ich habe Kapukresse letztes Jahr auf meinem Beet gehabt und vorher schon mehrere Jahre auf dem Balkon. Blattläuse haben wir schon immer drauf gehabt – die dicken schwarzen. Auf meinem Beet war sie dann auch ein toller Rückzugsort für Nacktschnecken. Nix mit Schädlingsabwehr. Aber ein toller Blickfang war sie trotzdem!

    1. Hm … mit Schädlingen hatte ich noch nie Probleme. Außer manchmal Larven der Minierfliegen. Vielleicht liegt es am Standort oder der Erde? How ever, Hauptsache sie gefallen und Du kannst auch Blätter und Blüten in der Küche und bei Bedarf auch als natürliches Antibiotika verwenden. LG, Heidrun 🙂

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