Tag der Neu- und Wiederentdeckungen

Gestern war offenbar der Tag der Neu- und Wiederentdeckungen. Zuerst die Knotige Braunwurz und Nachmittags/Abends der Zottige Klappertopf und Inkarnat-Klee.

zottiger-klappertopf,gelbe wildblume, relativ selten, wildeschoenheiten.wordpress.com

Den Zottigen Klappertopf habe ich schon öfter gefunden, allerdings bisher nur an zwei Stellen, wovon eine Pflanzen-Gruppe nur einmalig vor ca. drei Jahren auftauchte und dann nicht mehr. Ich vermute, der Standort war nicht so optimal oder die Pflanzen kamen nicht zur Samenreife, so dass sie nicht wieder gekommen sind. Der zweite dauerhafte Fundort: am Rand einer Wiese mitten im Wald. Auf beiden Standorten (ca. 1,5 km Luftlinie von einander entfernt) weiden übrigens Pferde. – Kann aber auch einfach Zufall sein.

>> Mehr zum Zottigen Klappertopf >>

Nun zu meiner dritten und für mich besonders überraschenden Entdeckung. Gut, dass ich mal wieder einen schon länger nicht mehr gegangenen Weg gelaufen bin 🙂 Kamera hatte ich keine dabei und dann bin ich meist weniger aufmerksam. Dennoch: Dieses satte Dunkelrot sprang mir förmlich ins Auge. Oder besser gesagt, es blieb mir im Augenwinkel „hängen“.

Da laufe ich so vor mich hin, achte drauf, dass nicht wieder die Füchsin unseren Weg kreuzt (denn sie  hat ganz in der Nähe ihre Jungen) und denke so, huch, was ist denn das? Rot? Ach bestimmt hat wieder jemand irgendwelchen Müll hingeworfen, denn so rote Pflanzen wachsen hier nicht. – Die Neugier ist aber geweckt und ich gehe einen Schritt zurück. Ich traue meinen Augen kaum …

Inkarnat-Klee, dunkelrote Klee, wildeschönheiten.wordpress.com

Es ist tatsächlich eine rot blühende Pflanze, kein achtlos weggeworfener Müll. Schnell ist klar, Klee. So viel ist sicher. Die Blätter sind nahezu identisch mit Weiß-/Rotklee, der hier überall wächst. Als erstes fällt mir Hasenklee ein. Nein, der ist ja Weiß. Kann also nicht sein. Aber die Blütenform passt gut. Hm … könnte Inkarnat-Klee sein, von dem ich mal irgendwann gelesen habe. Warum er mir im Gedächtnis geblieben ist, ist mir ein Rätsel. Vielleicht wegen dem satten Rot … Wie auch immer. Zuhause bestätigt sich meine Vermutung: Es ist tatsächlich der Inkarnat-Klee. Sehr ungewöhnlich. Denn hier wurde er noch nie angebaut und wächst normalerweise nur in Südeuropa, bis auf ein paar Versuchs-Felder in anderen nördlicheren Gebieten der EU, soweit ich weiß.

Wie er wohl hier her gekommen ist? Es ist nur eine einzige Staude. Vielleicht verunreinigter Getreidesamen (Gerste wächst direkt daneben)? Zugvögel? Wer weiß. Eines steht jedoch fest, er ist wunderschön. So ein herrlich sattes Rot, ein Karmesinrot würde ich sagen, sieht man sonst nicht hier in Feld und Flur, bis auf gelegentliche Funde von Geranien oder anderen „Exoten“ die als Gartenabfälle in der Hecke/am Waldrand gerne mal „ausgewildert“ werden.

>> Mehr zum Inkarnat-Klee <<

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Schöne Pfingsten euch allen!

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2 Gedanken zu “Tag der Neu- und Wiederentdeckungen

  1. Was für schöne Bilder! Über den Inkarnatklee bin ich am Wochenende auch gestolpert. Wo ich ihn gefunden habe, ist er offenbar mit einer Wildblumensaatmischung zusammen mit Esparsette, Kornrade und anderen gekommen. Vielleicht hat dein Exemplar ja auf ähnliche Weise an seinen Platz gefunden.

    Liebe Grüße,
    Mirjam

    1. Danke Mirjam! Ja, das wäre eine Möglichkeit. Allerdings müssten dann in meinem „Fall“ noch andere Kräfte gewirkt haben, da weit und breit keine Wildblumenwiese oder ähnliches ist. Direkt an einem Gerstenfeld und gegenüber und weiter Wiesen, Rapsfelder, Mais … LG, Heidrun

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