Aufdringliche Zierpflanzen können problematisch werden

Pflanzen die aus fernen Ländern zu uns kommen, könnten in Zukunft zu einem Problem für unsere heimische Flora werden. Problematisch sind z. B. heute schon: Riesenbärenklau, Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich, Beifuß-Ambrosie, Kanadische Goldrute. Mehr zu den sog. Neophyten lest ihr hier: naturtipps.com/neophyten

Da ich dieses Jahr ein paar Cosmeen im Topf habe, möchte ich auch darauf hinweisen, dass diese beliebte Zierpflanze auch problematisch werden kann. (Fotogen ist sie schon, das muss ich zugeben 😉 .)

Der DUH schreibt, dass vor allem durch den durchschnittlichen Temperaturanstieg von ca. 2-4 Grad, den wir in Mitteleuropa und damit auch in Deutschland zu erwarten haben, dass es „Südländer“ leichter haben werden sich bei uns zu etablieren, das Potenzial haben invasiv zu werden und so heimische Arten zu verdrängen.

Es ist also noch kein akutes Problem. Dennoch werde ich die Cosmee nicht mehr säen (der Samen war ein Geschenk), es gibt genug andere schöne Wildblumen und nicht invasive Blühpflanzen, die gut zu unserem (aktuellen) Klima, zu unserer Vegetation passen, nicht invasiv sind und vor allem Bienen & Co. auch Nahrung bieten.

Agastasche-mit-Hummel, wildeschoenheiten.wordpress.comDenn ich habe nicht eine einzige Biene an den Cosmeen-Blüten gesehen. An den letzten Blüten der Jakobsleiter, an der Agastasche (im Bild mit Hummel), an der Dahlie und sogar an den 1-jährigen Astern habe ich (Wild-)Bienen gesehen, aber nicht eine an der Cosmee. Auch deshalb plädiere ich dafür, sie eher nicht mehr im Garten und auf dem Balkon zu kultivieren.

Übrigens, die Cosmee stammt aus Mexiko (deshalb auch als Mexiko-Aster bekannt) und ist in anderen Ländern (zurzeit in Taiwan, USA, in Teilen Südafrikas) zum Teil bereits verwildert und als invasiv eingestuft.

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11 Gedanken zu “Aufdringliche Zierpflanzen können problematisch werden

  1. Schön ist sie aber doch. Ich hatte sie in diesem Jahr allerdings auch nicht im Garten. Bei uns tummelten sich einige fleissige Bienchen auf den Sonnenblumen, Kornblumen, wegen der Schnecken hatte ich Tagetes ausgesät, die auch gut besucht waren…

    Liebe Grüße Berlienchen

    1. Ja, hübsch ist sie ohne Frage. Falls man nicht auf sie verzichten mag, dann würde ich auf jeden Fall die Blüten abschneiden, bevor sie Samen bilden oder nur ein paar abnehmen fürs nächste Jahr, damit sie sich zumindest nicht unkontrolliert ausbreiten kann. — Ja Sonnenblumen, Kornblumen die sind u.a. sehr beliebt bei den lieben Bienchen 🙂 LG, Heidrun

  2. Also an meinen Cosmeen habe ich einige Insekten gesehen, ich habe nicht viele Cosmeen, aber gerade jetzt sind sie einer der letzten blühenden Sommerblumen. Und sie säen sich bei mir auch nicht selber wieder aus, ist zu feucht. Dahlien kommen auch aus Mexiko, bloß können sie bei uns draußen nicht überwintern und die Agastache kommt aus Nordamerika und auch die Jakobsleiter gehört nach Nordamerika und Eurasien, so viel zu den heimischen Arten. Ich selber säe auch einige heimische Wildpflanzen an, und sehe, ob sie sich bei mir wohlfühlen, das ist für mich das Wichtigste. Bei mir bleibt die Cosmee!
    Liebe Grüße Marlies

    1. Liebe Marlies, ich kann nur das Wiedergeben, was ich beobachte. Wenn bei dir an den Cosmeen Bienen waren, o.k. Und mir geht es ja auch nicht nur darum, nur alles als heimisch eingestufte „zuzulassen“. Deshalb schrieb ich ja auch, wenn die Pflanzen zum Klima, zum Boden etc. passen und sie auch Nahrung für die lieben Tierchen bieten und die „Exoten“ nicht überhand nehmen, ist aus meiner Sicht alles o.k. Dennoch: Wir sollten mehr darauf achten, einfach mehr nützliche (und auch heimnische) Zierpflanzen zu kultivieren, die Bienen & Co. haben es immer schwerer satt zu werden. Und was ich gar nicht erwähnt hatte, auch wenn Insekten an den Pflanzen sind, heißt das noch nicht, dass sie viel hergeben.

      Übrigens mit der Jakobsleiter bist du zum Teil auf dem Holzweg ;-). Zumindest wenn es um Polemonium caeruleum geht. Sie ist die einzige Jakobsleiter-Art, die in Deutschland heimisch ist.

      Eine kleine Auswahl guter Bienen-Zierpflanzen: https://wildeschoenheiten.wordpress.com/2014/07/11/typische-gartenpflanzen-und-deren-bedeutung-als-bienenweide/

      Liebe Grüße, Heidrun

      1. Ich denke die Mischung macht es, Vielfalt, keine Monokultur. Ich versuche jedenfalls in meinem Garten so abwechslungsreich, wie möglich zu sein. Natürlich versuche ich mich auch ab und zu an ein Paar Exoten, aber nur Einzelstücke und der Rest ist in der Regel heimisch und passt in die Gegend. Ich denke, wir wollen eigentlich beide das gleiche, Heidrun.
        Liebe Grüße Marlies

      2. Ja, Vielfalt! Ein ganz wichtiges Stichwort. Und genau wie du auch schreibst, möglichst viele „heimische“ und nützliche Pflanzen. Ein paar Exoten finde auch ich absolut o.k. Und es gibt ja auch „Exoten“, die man mittlerweile als eingebürgert betrachten kann und die sogar sehr nützlich sind. Spontan fällt mir dazu z.B. der Sommerflieder, div. Stauden … ein 🙂 Also alles gut. Lg Heidrun 🙂

  3. Oha, das ist ein interessanter Hinweis. Ich hätte nie daran gedacht, dass Cosmeen invasiv werden könnten. Ich habe auch noch keine verwilderten gesehen, glaube ich.

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