Noch mehr Moos, Wasser, geschichtsträchtige Entdeckungen …

… und ein tierreicher Tag heute.

Ich will mal mit den lieben Tieren beginnen. Gleich heute Morgen auf unserer Gassirunde begegneten uns die Vögel des Glücks, gut 100 Kraniche flogen über uns hinweg. Von Nordwest nach Ost bis Süd-Ost. Es scheint also langsam Frühling zu werden, auch wenn der Winter noch mal kurz vorbeischauen will …

Kraniche-15-02-2016, wildeschoenheiten.wordpress.com

Weitere unverkennbare Frühlingsboten: Die inzwischen überall blühenden Haseln, Schneeglöckchen und an vielen Sträuchern sind die Blattknospen schon sehr dick und offenbar bereit, sobald es warm genug ist, aufzuplatzen.

Heute Nachmittag hatten wir dann das Vergnügen eine recht große Gruppe Rehe zu sehen (11 an der Zahl), zwei Graureiher, einen Hasen, der unseren Weg kreuzte, einen Milan und Spuren von Wildschweinen (zum Glück nur Spuren, denn den Kerls traue ich nicht), ein Buntspecht und eine Horde Stare. Und zu guter Letzt, schon fast zuhause, flitzte noch eine Maus fast in Remo’s Maul. Das hat ihn natürlich angestachelt und er musste erstmal die Mauswohnung und –straße „links“ machen. Aber Herr Maus war schon längst in den weit verzweigten Gängen verschwunden. Noch mal Glück gehabt 😉

Neue Wege gehen: immer für eine Entdeckung gut.

Wie sage ich immer, biegt immer mal ab vom üblichen Weg, geht einen anderen Weg und sei es nur ein kleines Stück, oder geht einfach mal abseits der Wege. Ihr könnt sicher sein, irgend etwas „spannendes“ findet sich immer. Okay, nicht immer spektakulär, aber einfach schön, weil schlicht noch nicht gesehen. So auch heute: Wir gingen einen meiner Lieblingswege, weil wir hier meist für uns alleine sind, auch keine echten Wege, nur Trampelpfade zwischen den Wiesen und fast nur Bäume, Sträucher, Wald(inseln), Wasser und eben Wiese, dazu einfach ein herrlicher Ausblick.

Ich bin einfach mal dem gurgelnden Geräusch gefolgt, zu einem Mini-Wäldchen, nur wenige Meter vom Trampelpfad entfernt. – Leider hatte ich auch heute nur mein Handy dabei und so sind die Fotos bei weitem nicht so magisch geworden, wie es in Wirklichkeit aussah. Nun ja, ihr müsst mir einfach glauben und eure Fantasie bemühen 😉

Das viele Wasser der letzen Tage fließt hier in kleinen Rinnsalen die Hänge hinunter, durch das Wäldchen, zwischen Steinen (es sind wohl Geröllreste vom ehemaligen Vulkan Vogelsberg) und Geäst hindurch und speist – neben der Quelle – den Steinbach, der unten im Tal entspringt. Wie schon geschrieben, ich gehe hier öfter lang, aber die Bäume sind ja die meiste Zeit des Jahres dicht belaubt und geben diesen schönen Anblick nicht frei. Zumal es hier sehr lange trocken war im vergangen Jahr. Da gurgelte rein gar nichts …

Und dann entdeckte ich etwas, womit ich so gar nicht gerechnet hatte, zwischen dichten Geäst fand ich diesen alten Grenzstein …

Grenzstein Großherzogtum Hessen Darmstadt, G. H. 1855, bindsachsen, wildeschoenheiten.wordpress.com
Damit wäre ich nun beim geschichtsträchtigen Teil angekommen. Der Stein stammt, wie meine Recherchen ergaben, aus dem 18. Jahrhundert und markiert die ehemalige Grenze zwischen dem Großherzogtum Hessen (Darmstadt) und vermutlich dem Königreich Preußen (aber das muss ich noch prüfen, da ich es versäumt habe mir die Rückseite des Steins anzusehen).

Die Jahreszahl 1855 dokumentiet meist das Datum historischer Grenzumgänge, nicht unbedingt das Jahr der Aufstellung. – „Grenzumgehungen waren feierliche, in bestimmten Fristen wiederholte Begehungen der Grenze, die ihrer Aufrechterhaltung dienten und genau protokolliert wurden.“ (Quelle: www.altstrassen-in-hessen.de)

Moos & Wasser: Ein Dreamteam finde ich. Irgendwie so romantisch. Ja, ja, hatte ich ja kürzlich schon einmal. Aber was soll ich machen, ich mag’s halt so, kann mich momentan irgendwie gar nicht sattsehen an dem saftigen Grün und den Wasserwiesen, grugelnde Bäche und Geglucker überall. – Gerne hätte ich euch auch noch ein Foto gezeigt, auf dem Remo über die Wasserwiesen „fliegt“, aber er war mal wieder zu schnell fürs Handy …

Hier noch mal Moos, dieses Mal am Waldrand: Das Tor zur Welt der Kobolde und Trolle vielleicht?

moos am baum, mooslandscahft, tor zur unterwelt, kobolde, wildeschoenheiten.wordpress.com

Markierung Wanderweg VHC, Vogelberger Höhenclub, verschwandelung baum mit hakenkreuz, wildeschoenheiten.wordpress.com

Last but not least: Die „Rot-Weiß“-Markierungen mit denen ich lange nichts anfangen konnte, sie sind das Symbol für die Wanderrouten des VHC, des Vogelsberger Höhenclubs.

Unschön allerdings, und es ist mir schon Sommer letzten Jahres aufgefallen, dass „braunes Pack“ einen Ahorn verschandelt hat und etwas später jemand (anderes?) noch die diagonale Linie dazu gestanzt hat. Weiß jemand ob das so eine andere Bedeutung hat?

16.02.2016 – Nachtrag zum Grenzstein: Heute habe ich ihn noch mal genauer „untersucht“. Auf der Rückseite ist tatsächlcih wie vermutet, „KP“ eingemeißelt, was für Königreich Preußen steht. Dazu auf der Oberseite ein Kreuz und an der Stirnseite, wenn man so will, wurde die Zahl 99 platziert. Was diese Zahl zu bedeuten hat, weiß ich leider nicht. Vielleicht der 99. Grenzstein … Weiß von euch jemand mehr?

 

 

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