Wildbienen brauchen unsere Hilfe – helft mit!

Vor ein paar Tagen flatterte mir ein Mailing vom DUH ins Haus mit einem schönen Leporello „Hilfe für Wildbienen & Co. – Tipps & Infos“.

Das brachte mich auf die Idee auch mal wieder auf die kleinen Brummer aufmerksam zu machen. Helft den Wildbienen (und anderen Insekten), das geht ganz einfach und sogar auf dem Balkon- oder im Terrassengarten kann man einiges für sie tun.

Zuerst ein paar Fakten: Lt. DUH gibt ca. 560 >> Wildbienenarten in Deutschland. Sie sind komplett „besonders geschützt“. Übrigens: Wusstet ihr, dass sie zu den Hummeln gehören und leider mehr als 50 Prozent dieser Arten als gefährdet eingestuft sind? – Hier noch ein Link für >> mehr Infos zu unseren heimischen Wildbienen.

Klatschmohn, Kornblumen am Ackerrand, wildeschoenheiten.wordpress.com

Was Ihnen schadet? Vor allem Monokultur und die Tatsache, das Wildblumen wie Kornblume, Klatschmohn & Co. „weggespritzt“ werden. Das hat üble Folgen nicht nur für Wildbienen. Umso mehr freue ich mich, wenn ich hier und da Getreidefelder entdecke, wo noch Wildblumen wachsen dürfen. Oder wenigstens auf einem Randstreifen ringsum die Felder.

Die zunehmende Bedeutung unserer Gärten: Was können wir tun?

  1. Pflanzt einfache statt gefüllte Blütenpflanzen in eure Gärten, damit die Bienen Nahrung finden. Besonders gut für Wildbienen sind u.a. Rainfarn, Ziestarten, Fetthenne, Hauswurz. Hummeln stehen auf Rittersporn, Fingerhut, Salbei. Tagfalter fahren auf Kornrade, Licht- und andere Nelken ab. Und Nachtfalter mögen Seifenkraut, Zaunwinde, Nachtkerze & Co.
  2. Habt ihr einen Rasen? Lasst einfach einen Streifen am Rand ungemäht oder legt ihn gezielt als Wildblumenstreifen/-rasen an. Mäht ihn erst, wenn die Blumen ihren reifen Samen abgeworfen haben.
  3. Lasst eure Kräuter blühen, sie sind wahre Insektenmagneten. Salbei, Rosmarin, Minze, Melisse, Fenchel, Dill, Majoran, Thymian, Oregano, Petersilie, Liebstöckel u.v.m.
  4. Auch Gemüse solltet ihr ruhig mal blühen lassen, sofern ihr den Platz nicht benötigt. Ihr werdet zudem erstaunt sein, wie hübsch manches Gemüse blühend aussieht.
  5. Lasst abgeerntete Beete nicht offen liegen, sät Gründung, z.B. Bienenfreund oder auch Borretsch, der zudem mit seinen langen Pfahlwurzeln den Boden gut lockert.
  6. Soll z.B. eine Hecke euren Garten vor neugierigen Blicken schützen, wählt heimische Sträucher, die Nahrung bieten. Das kann Wildobst wie die Schlehe sein, aber auch die Blüten der Johannis- und anderen Beeren oder Kletterpflanzen wie WilderWein und Efeu sind bei den Bienen beliebt.
  7. Nisthilfen anbieten. Tipps und Anregungen findet ihr z. B. hier >>
  8. Verzichtet möglichst auf (invasive) Neophyten. Statt Lupinen pflanzt lieber Himmelsleiter, Eisenhut oder Rittersporn. Oder statt Sommerflieder, besser Blaue Säckelblume oder Bartblume. Statt dem sehr invasiven Kirschlorbeer besser den Gewöhnlichen Liguster.

Jetzt ist genau die richtige Zeit, sofern nicht schon geschehen, macht eure Gärten, Terrassen und Balkone (Wild-)bienenfreundlich und erfreut euch an dem Gesumm und Gebrumm. Selbst ein Balkonkasten mit Wildbienen-Blumen hilft schon!

Last but not least noch zwei Tipps:

Linktipp:  >> Bienenfreundliche Pflanzen
Buchtipp:  >> Wildpflanzen für Töpfe

PS: Ich werde dieses Jahr noch etwas mehr Platz für Wildblumen schaffen, sprich noch einen Kasten oder Topf mit Futterpflanzen, mit wilden Schönheiten, bestücken und auch ein Wildbienen-Hotel basteln, vielleicht mögen ja welche bei mir einziehen. 🙂

Nachtrag: In meinem Blog gibt es noch weitere Beiträge rumd ums Thema „Wildbienen“ >> (einfach weiter scrollen)

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Wildbienen schützen

Alles redet „nur“ von den Honigbienen. Dass ihre Bestände bedroht sind, Krankheiten sich ausbreiten, immer weniger Nahrung für sie zur Verfügung steht, die Klimaveränderung usw. All das ist richtig und wichtig, dass darauf hingewiesen wird, die Menschen aufgeklärt werden, wie wichtig die Honigbiene für uns Menschen ist. Denn sie sorgt durch das Bestäuben dafür, dass […]

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Zum Earthday – Love Wild Bees

Ja, heute geht es noch mal um Bienen. Genauer gesagt um Wildbienen.

Gestern aus dem Briefkasten gefischt: „Biene Majas wilde Schwestern“ (hatte ich bisher noch nicht gesehen – im TV verpasst und dann nicht mehr dran gedacht). – Da ich gerade etwas Zeit hatte, habe ich die DVD gleich gestartet. Was für ein schöner Film. Ich war ganz gebannt, super spannend, interessant. Sollte wirklich jeder einmal (oder öfter) gesehen haben!

Wusstet ihr z.B., dass manche (oder alle, bin mir gerade nicht sicher) Wildbienen nur den Nektar trinken und der Pollen für die Brut ist? Oder, dass die Hosenbiene ausschließlich die >> Wegwarte als Futterpflanze nutzt, diese nur Vormittags blüht und die Bienen sich beeilen müssen, damit sie genügend Futter sammeln können? Dass Wollbienen auf Ziest stehen? Oder andere besonders gerne an der Zaunwicke naschen? Oder manche Sandbienen Klatschmohnblätter zuschneiden und damit die Brutröhren auspolstern? Manche termitenähnliche Bauten anfertigen? Oder ihre Nester mit Grashalmen tarnen? Ich war echt platt, was diese kleinen Kerls alles fabrizieren. Wahnsinn.

Wundervolle Geschöpfe der Natur.

Leider lauern viele Gefahren – überall. Menschen gemachte, wie der Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, intensive Landwirtschaft. Aber auch im Insektenreich lauern Gefahren: So hat die Veränderliche Krabbenspinne Wildbienen zum Fressen gern – besser gesagt, sie saugt sie aus. Oder der Maiwurm, der eigentlich ein Käfer ist, der die Wildbienenlarven als Futter für seinen eigenen Nachwuchs „nutzt“?

Es gab noch viel mehr Interessantes zu Erfahren. Ihr kennt den Film noch nicht oder auch bisher verpasst, hier könnt ihr ihn >> anschauen. Es lohnt sich!

mohn-mit-schwebfliege, violetter mohn, insektenfuttrstelle mohn, naturfoto des tages, wildeschoenheiten.wordpress.com

Noch gibt es über 500 Wildbienenarten, zu denen auch die Hummeln zählen. Aber viele sind stark bedroht. Deshalb heute noch einmal mein Aufruf, tut was ihr könnt zum Schutz der Wildbiene (und den Honigbienen und anderen bestäubenden Insekten)! Selbst auf dem kleinsten Balkon kann man Wildblumen säen/pflanzen und ein Bienenhotel basteln (oder kaufen) und aufhängen/stellen. Verzichtet doch mal ganz bewusst, auf die „exotischen“, gefüllten Klassiker-Balkonblumen, gebt Wildblumen eine Chance, sie sind so schön, dazu besonders pflegeleicht. Viele sind mehrjährig bzw. säen sich selber wieder aus. So spart ihr auch Zeit und Geld.

Gewusst? 60 Prozent der Bestäubungsleistungen werden von Wildbienen erbracht!

Es ist so wichtig, dass wir die kleinen Brummer schützen, ihnen helfen: Wildbienen (aber auch Honigbienen, Schmetterlinge, Käfer & Co.) sie alle sind unersetzlich, denn sie bestäuben die Blüten von so vielen Früchten, sie sind also indirekt unsere Ernährer!

Also: Auf geht’s, wenn noch nicht geschehen, Wildblumen säen/pflanzen und Nistplätze schaffen!

Wer keinen Platz, Zeit oder Lust dazu hat, mag ja vielleicht eine der Umwelt-/Naturschutzorganisationen (wie die >> Heinz Sielmann Stiftung, die mir die DVD geschickt hat) mit einer Spende unterstützen oder hin und wieder bei einer Renaturierungs-Aktion helfen, beim Aufstellen von Wildbienenhotels usw. Es gibt immer etwas, das man tun kann. Denn jeder noch so kleine Beitrag zählt!

PS: Schaut euch gerne hier im Blog um, es gibt einige Beiträge, Tipps rund um bienenfreundliche Gärten.

>> Update: 20. Mai 2018 – Heute ist 1. Weltbienentag >> www.weltbienentag.de

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Hilf den Bienen

distel-mit-biene, © wildpepeprmint-design.de

Ich habe ja schon öfter Beiträge und (Link-)Tipps für bienenfreundliche Pflanzen, Links zum Schutz der (Wild-)Bienen usw. gepostet (>> gebt einfach „Bienen“ in Suchmaske).

Da Bienen und natürlich auch andere Insekten extrem wichtig für uns alle sind, will ich mal wieder auf die Bienen aufmerksam machen und habe einige Link-Tipps zusammengestellt. Denn, ich finde man kann gar nicht oft genug auf ihren Schutz aufmerksam machen …

www.bienenretter.de
probiene.de
www.fuereinebesserewelt.info
www.mellifera.de

www.deutschewildtierstiftung.de
www.bund.net
www.greenpeace.de
www.deutschland-summt.de

Vielleicht habt ihr auch Lust selber zu Imkern, Tipps gibt es z.B. hier >> www.stadtbienen.org

>> Update 22. April 2018: Lest auch meinen Beitrag >> „Zum Earthday – Love Wild Bees“

 

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Frisches Frühlingsgrün und die ersten Wildblumen blühen

Falls ihr mich schon vermisst habt, ich bin mit der Zeit mal wieder etwas knapp. Deshalb gibt es auch heute nur ein paar Impressionen und einen kleinen Lagebericht zu meinem Terrassengarten.

Jedes Jahr das Gleiche und doch immer wieder schön, wenn die Natur allmählich grün und bunt wird. Innerhalb weniger Tage sind die Wiesen richtig grün geworden, die Sträucher und Bäume zeigen ihr erstes zartes Grün, die Schlehen sind kurz vorm Blühen, Buschwindröschen & Co. blühen. Und auch in meinen Töpfen tut sich einiges. Die  Anzuchten in der Wohnung machen sich ebenfalls gut.

Chilis, Spitzpaprika und Tomaten bekommen inzwischen das dritte bzw. vierte „echte“ Blatt. Die einzige gekeimte Physalis mickert leider noch etwas. Der Basilikum gedeiht fein (die Bilder sind ca. eine Woche alt). Die Petersilie, die ja eine recht lange Keimdauer hat, spitzelt endlich auch hier und da aus der Erde. Der Spinat im Balkonkasten ziert sich allerdings noch …

Was mich besonders freut, dass ich dieses Jahr so gut wie keine Ausfälle bei den im Freien (uneingepackten) Pflanzen habe. Der griechische Bergtee und der kretische Oregano haben es nicht geschafft. Was allerdings einzig meine Schuld ist. Ich hatte sie zu spät reingeräumt. Und die Lauch-/Zwiebelpflanzen (Schnittlauch, Schnittknoblauch und Winterheckezwiebel) sind trotz des sehr geräumigen Topfes allesamt hinüber. Seltsam … Nun ja, so ist das halt manchmal.

Und hier noch einige meiner Topfpflanzen, vor ca. zwei Wochen …

(Die Schneeglöckchen und die Christrose sind inzwischen verblüht, die Akeleien sind schon mehr als doppelt so hoch wie auf dem Foto und auch alles andere wächst prima.)

Heute habe ich meinen Vervain rausgeräumt, damit er möglichst bald wieder tüchtig Blätter für meinen geliebten Zitronentee liefert. Nachher will ich noch Koriander säen und meinen Wildblumenkasten mit Drachenkopf, Ringelblume, >> Klatschmohn & Co. etwas „aufpimpen“, damit er schön blüht und lange Futter für >> (Wild-)Bienen & Co. bietet.

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Bienenfreund – No. 18

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Ich finde man kann gar nicht oft genug daran erinnern, wie wichtig Bienen für uns sind. Nicht nur die Honigbienen, sondern auch die Wildbienen! Deshalb heute, der seit kurzem blühende Bienenfreund in meinem großen Balkonkasten, weitere bienenfreundliche (Wild-)blumen müssen noch wachsen.

Und, wie man sieht, mögen ihn auch die Hummeln 🙂

Tipp! Schaut auch mal bei meinen > Linktipps oder im > Suchfeld „Bienen“ eingeben. Da findet ihr das eine oder andere Interessante/Nützliche rund um Bienen.

Wir alle können etwas zum Erhalt der Bienen tun. Denn sind sie erst verschwunden, wird es auch für uns Menschen eng … Unterstützt z.B. auch regionale Bio-Imker.

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Hummel, Wildbiene & Co. stehen auf Gelb …

… und duftende Ackerdisteln in Rosatönen. Die Wildbiene auf der Rapsblüte und die Fliege auf dem Löwenzahn sind natürlich keine aktuellen Aufnahmen, passten aber so schön in meine heutige kleine „Bilder-Reihe“. Wer sich für die Bestimmung von Wildbienen interessiert, guckt mal hier: http://www.wildbienen.info – für Schmetterlinge z.B. hier: http://www.die-schmetterlinge-deutschlands.de Update 30. Juni 2015: Und noch […]

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Wie lege ich einen Naturgarten an?

Habt ihr genug vom langweiligem Einheitsgrün? Oder ist es (noch) zu wenig natürlich-bunt und belebt in euren Gärten? Liebt ihr es auch so wie ich, wenn die Vögel zwitschern, Frösche quaken und das emsige Gesumm der (Wild-)Bienen? Dann legt einen Naturgarten an. Mit den richtigen – vor allem heimischen bzw. für unsere Tierwelt „wertvollen“ – […]

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