Randgesellschaften: Bunt. Wild. Zufluchtsort.

Randgesellschaften, sog. Straßenbegleitgrün bzw. mehr oder weniger ausgeprägter Wildwuchs an Weg- und Straßenrändern sind wahre Kleinode. Beherbergen sie doch eine Fülle an „Magerspezialisten“, die früher einmal fast alle auf den überwiegend ungedüngten Wiesen wuchsen. Da jedoch kaum noch Heu gemacht wird, die Wiesen oft inzwischen überdüngt sind und so fast nur noch Gras und Löwenzahn wächst, gibt es kaum noch bunte, blühende Wiesen. Kein Futter für viele Insekten.

Schon länger standen die „Randgesellschaften“ auf meiner Schreibliste. Und nun hat mich der Newsletter vom NABU mit diesem >> Beitrag aufgeweckt.

Ist diese bunte, filigrane Wildniss nicht herrlich? Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich mal wieder eine Wildpflanze entdecke, die jahrelang fast komplett verschwunden war und plötzlich wie aus dem Nichts (wieder) auftaucht und dauerhaft ansiedelt. Oder noch besser, wenn mir bisher unbekannte Schöne vor die Linse kommen, wie z.B. der >> Teufelsabbiss, die >> Schwarze Teufelskralle oder die >> Knotige Braunwurz.

Ärgerlich, dass ausgerechnet an Feld- und Wegrändern seit ein paar Jahren wie „jeck“ x-mal im Jahr, noch dazu viel zu früh (vor der Blüte der Wildpflanzen),  gemäht wird. Zumindest in unserer Gemeinde werden diese deutlich häufiger gemäht als die Straßenränder, die Bankette. Verstehen kann ich das nicht. Was das soll, keine Ahnung. Sinnlos, Geldverschwendung und Zerstörung von wichtigen Rückzugsorten der schönen und oft selten gewordenen Wildblumen, die früher einmal auf jeder Wiese wuchsen.

Deshalb auch mein Wunsch und die Bitte an alle, die einen Garten haben, gebt den Wilden ein Ecke, düngt sie nicht, überlasst sie sich selbst und ihr werdet überrascht sein, was sich mit der Zeit alles ansiedelt, auch seltene Insekten, je nach Standort und Bodenart, Kleinklima usw. Natürlich kann man auch in Töpfen Wildblumen halten (lest gerne meine Beiträge dazu hier im Blog), jede kleine Wildnis trägt dazu bei, dass die Artenvielfalt hoffentlich erhalten bleibt.

Auf den Bildern zu sehen sind u.a.: Wiesenflockenblumen, wilder Majoran, >> Klatschmohn, Kamille, Johanniskraut, >> Heidenelken, Ziest, Schafgarbe, Echtes und Wiesen-Labkraut, Kornblumen, >> Kuckucks-Lichtnelke und >> Orangerotes Habichtskraut.

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Den Bock(käfer) zum Gärtner gemacht ;-) – No. 64

Ein hübscher Bockkäfer machte heute Morgen Rast auf einer meiner Tomaten.
Welches Exemplar es genau ist, kann ich nicht sicher sagen.
Zwei kommen in Frage: Strangalia perobscura oder Corymbia rubra.

Käfer, Bockkäfer, Bockkäfer braun mit Schwarz, Bockkäfer an Tomate, naturfoto des tages, wildeschoenheiten.wordpress.com

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Lichtnelken. Weiß. Rosa. Rot.

Heute nun der angekündigte Beitrag zu drei heimischen Lichtnelken. Zu meiner großen Freude, vermehren sich die >> Kuckucks-Lichtnelken in den letzten Jahren gut. Das hängt zum einen damit zusammen, dass der Straßenrand etwas später gemäht wird und weil immerhin einige Wiesen extensiv bewirtschaftet werden bzw. teilweise später gemäht werden. So haben diese wunderschönen, filigranen Wildblumen […]

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Wilde Sumpfdotterblumen

Es lohnt sich eigentlich immer, mal ein Stück abseits der Wege zu gehen, denn oft entdecke ich so wahre Kleinode. Allerdings geht das in der Regel nur in der kalten Jahreszeit, da in der Hauptvegetationszeit – vom Vollfrühling bis in den Herbst – das Gras der Wiesen zu hoch ist oder Kühe darauf weiden oder […]

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Pilzblumen – Blumenpilze

Baumpilze sind per se ja nichts wirklich Ausgewöhnliches. Aber interessant fand ich sie schon immer (bes. der Zunderschwamm). In unserem Wald bzw. Waldstücken ringsum finde ich immer wieder die unterschiedlichsten Baumpilze. Manchmal auch im Feld oder in der Hecke wie diesen hier: ein rotrandiger Baumschwamm … Aber so schöne „Blumenpilze“  – genauer gesagt: Schmetterlingstramete(n) – […]

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Tag der Neu- und Wiederentdeckungen

Gestern war offenbar der Tag der Neu- und Wiederentdeckungen. Zuerst die Knotige Braunwurz und Nachmittags/Abends der Zottige Klappertopf und Inkarnat-Klee. Den Zottigen Klappertopf habe ich schon öfter gefunden, allerdings bisher nur an zwei Stellen, wovon eine Pflanzen-Gruppe nur einmalig vor ca. drei Jahren auftauchte und dann nicht mehr. Ich vermute, der Standort war nicht so […]

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