Frisches Frühlingsgrün und die ersten Wildblumen blühen

Falls ihr mich schon vermisst habt, ich bin mit der Zeit mal wieder etwas knapp. Deshalb gibt es auch heute nur ein paar Impressionen und einen kleinen Lagebericht zu meinem Terrassengarten.

Jedes Jahr das Gleiche und doch immer wieder schön, wenn die Natur allmählich grün und bunt wird. Innerhalb weniger Tage sind die Wiesen richtig grün geworden, die Sträucher und Bäume zeigen ihr erstes zartes Grün, die Schlehen sind kurz vorm Blühen, Buschwindröschen & Co. blühen. Und auch in meinen Töpfen tut sich einiges. Die  Anzuchten in der Wohnung machen sich ebenfalls gut.

Chilis, Spitzpaprika und Tomaten bekommen inzwischen das dritte bzw. vierte „echte“ Blatt. Die einzige gekeimte Physalis mickert leider noch etwas. Der Basilikum gedeiht fein (die Bilder sind ca. eine Woche alt). Die Petersilie, die ja eine recht lange Keimdauer hat, spitzelt endlich auch hier und da aus der Erde. Der Spinat im Balkonkasten ziert sich allerdings noch …

Was mich besonders freut, dass ich dieses Jahr so gut wie keine Ausfälle bei den im Freien (uneingepackten) Pflanzen habe. Der griechische Bergtee und der kretische Oregano haben es nicht geschafft. Was allerdings einzig meine Schuld ist. Ich hatte sie zu spät reingeräumt. Und die Lauch-/Zwiebelpflanzen (Schnittlauch, Schnittknoblauch und Winterheckezwiebel) sind trotz des sehr geräumigen Topfes allesamt hinüber. Seltsam … Nun ja, so ist das halt manchmal.

Und hier noch einige meiner Topfpflanzen, vor ca. zwei Wochen …

(Die Schneeglöckchen und die Christrose sind inzwischen verblüht, die Akeleien sind schon mehr als doppelt so hoch wie auf dem Foto und auch alles andere wächst prima.)

Heute habe ich meinen Vervain rausgeräumt, damit er möglichst bald wieder tüchtig Blätter für meinen geliebten Zitronentee liefert. Nachher will ich noch Koriander säen und meinen Wildblumenkasten mit Drachenkopf, Ringelblume, >> Klatschmohn & Co. etwas „aufpimpen“, damit er schön blüht und lange Futter für >> (Wild-)Bienen & Co. bietet.

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Wildbienen brauchen unsere Hilfe – helft mit!

Vor ein paar Tagen flatterte mir ein Mailing vom DUH ins Haus mit einem schönen Leporello „Hilfe für Wildbienen & Co. – Tipps & Infos“.

Das brachte mich auf die Idee auch mal wieder auf die kleinen Brummer aufmerksam zu machen. Helft den Wildbienen (und anderen Insekten), das geht ganz einfach und sogar auf dem Balkon- oder im Terrassengarten kann man einiges für sie tun.

Zuerst ein paar Fakten: Lt. DUH gibt ca. 560 >> Wildbienenarten in Deutschland. Sie sind komplett „besonders geschützt“. Übrigens: Wusstet ihr, dass sie zu den Hummeln gehören und leider mehr 50 Prozent dieser Arten als gefährdet eingestuft sind? – Hier noch ein Link für >> mehr Infos zu unseren heimischen Wildbienen.

Klatschmohn, Kornblumen am Ackerrand, wildeschoenheiten.wordpress.com

Was Ihnen schadet? Vor allem Monokultur und die Tatsache, das Wildblumen wie Kornblume, Klatschmohn & Co. „weggespritzt“ werden. Das hat üble Folgen nicht nur für Wildbienen. Umso mehr freue ich mich, wenn ich hier und da Getreidefelder entdecke, wo noch Wildblumen wachsen dürfen. Oder wenigstens auf einem Randstreifen ringsum die Felder.

Die zunehmende Bedeutung unserer Gärten: Was können wir tun?

  1. Pflanzt einfache statt gefüllte Blütenpflanzen in eure Gärten, damit die Bienen Nahrung finden. Besonders gut für Wildbienen sind u.a. Rainfarn, Ziestarten, Fetthenne, Hauswurz. Hummeln stehen auf Rittersporn, Fingerhut, Salbei. Tagfalter fahren auf Kornrade, Licht- und andere Nelken ab. Und Nachtfalter mögen Seifenkraut, Zaunwinde, Nachtkerze & Co.
  2. Habt ihr einen Rasen? Lasst einfach einen Streifen am Rand ungemäht oder legt ihn gezielt als Wildblumenstreifen/-rasen an. Mäht ihn erst, wenn die Blumen ihren reifen Samen abgeworfen haben.
  3. Lasst eure Kräuter blühen, sie sind wahre Insektenmagneten. Salbei, Rosmarin, Minze, Melisse, Fenchel, Dill, Majoran, Thymian, Oregano, Petersilie, Liebstöckel u.v.m.
  4. Auch Gemüse solltet ihr ruhig mal blühen lassen, sofern ihr den Platz nicht benötigt. Ihr werdet zudem erstaunt sein, wie hübsch manches Gemüse blühend aussieht.
  5. Lasst abgeerntete Beete nicht offen liegen, sät Gründung, z.B. Bienenfreund oder auch Borretsch, der zudem mit seinen langen Pfahlwurzeln den Boden gut lockert.
  6. Soll z.B. eine Hecke euren Garten vor neugierigen Blicken schützen, wählt heimische Sträucher, die Nahrung bieten. Das kann Wildobst wie die Schlehe sein, aber auch die Blüten der Johannis- und anderen Beeren oder Kletterpflanzen wie WilderWein und Efeu sind bei den Bienen beliebt.
  7. Nisthilfen anbieten. Tipps und Anregungen findet ihr z. B. hier >>
  8. Verzichtet möglichst auf (invasive) Neophyten. Statt Lupinen pflanzt lieber Himmelsleiter, Eisenhut oder Rittersporn. Oder statt Sommerflieder, besser Blaue Säckelblume oder Bartblume. Statt dem sehr invasiven Kirschlorbeer besser den Gewöhnlichen Liguster.

Jetzt ist genau die richtige Zeit, sofern nicht schon geschehen, macht eure Gärten, Terrassen und Balkone (Wild-)bienenfreundlich und erfreut euch an dem Gesumm und Gebrumm. Selbst ein Balkonkasten mit Wildbienen-Blumen hilft schon!

Last but not least noch zwei Tipps:

Linktipp:  >> Bienenfreundliche Pflanzen
Buchtipp:  >> Wildpflanzen für Töpfe

PS: Ich werde dieses Jahr noch etwas mehr Platz für Wildblumen schaffen, sprich noch einen Kasten oder Topf mit Futterpflanzen, mit wilden Schönheiten, bestücken und auch ein Wildbienen-Hotel basteln, vielleicht mögen ja welche bei mir einziehen. 🙂

Nachtrag: In meinem Blog gibt es noch weitere Beiträge rumd ums Thema „Wildbienen“ >> (einfach weiter scrollen)

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Frühe Blüher: Was blüht denn schon?

Hat der Vorfrühling bei euch auch schon angeklopft? In der vergangenen Woche gab’s die ersten Tage mit zweistelligen Plusgraden, allerdings ist es Nachts noch immer leicht frostig. Na ja, ist ja offiziell auch noch Winter 😉

Gerade las ich, der >> naturgucker sucht Mitmacher: Es werden die elf verbreitesten „Frühen Blüher“ gesucht, was blüht wann wo? Wenn bei euch …

Märzenbecher – Blaustern – Scharbockskraut – Buschwindröschen – Lerchensporn(e) – Schlüsselblume(n) – Leberblümchen – Wald-Gelbstern und Huflattich blühen, macht ein Foto und ladet es hoch, wenn ihr mögt.

 

Da ich es auch recht interessant finde, hatte ich vor ein paar Tagen schon in meiner Facebook-Gruppe „Ökologisch Gärtnern“ dazu aufgeufen Bilder zu posten und zu berichten, wie es in den Gärten aussieht. Wie vermutet, ist die Vegetation sehr unterschiedlich weit. Mancherorts blühen nicht nur Schneeglöckchen, sondern sogar schon Krokusse. In Nordost-Deutschland zum Beispiel ist der Boden dagegen noch verbreitet gefroren und nur oberflächlich getaut und nass. Da wächst bzw. blüht noch rein gar nichts.

Und bei uns? Es treibt, die eine oder andere grüne Spitze lugt aus dem Boden. An geschützten Stellen findet man vereinzelt blühende Schneeglöckchen, die ersten Weidekätzchen öffnen sich und die Haseln werden sicher auch bald blühen.

Inspiriert von den ersten zarten Frühlingsvorboten und den relativ milden Temperaturen, habe ich beschlossen, heute „meine“ Garten(inhouse-)saison zu eröffnen. Ich werde Chilis säen und evtl. auch Physalis. Mit der Tomatenanzucht warte ich noch ca. 2 Wochen. Ende Februar, wenn das Wetter mitspielt, werde ich mich auf meinen Topfgarten stürzen und das trockene Gestrüpp abschneiden und schauen, ob darunter auch schon etwas treibt.

Gespannte Vor-Frühlingsgrüße und einen schönen Sonntag euch! 🙂

PS: Gerade entdeckt in meinem Topf-/Terrassengarten blüht die Christrose.

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Klatschmohn: Die Blume des Jahres 2017

Als ich las, dass der Klatschmohn dieses Jahr die Ehre hat und zur Blume des Jahres gekürt wurde, da konnte ich nicht widerstehen und musste es auch hier kundtun. Ich liebe Klatschmohn und überhaupt Mohn, wie ihr in meinem Beitrag >> „Leuchtend Rot: Der Klatschmohn“ nachlesen könnt.

Wirklich Neues kann ich zwar nicht berichten, aber ich war in meinem Archiv stöbern und habe noch ein paar frische Bilder (bis auf zwei, die ich hier schon einmal gezeigt habe) gefunden. Wobei der Mohn an der Hauswand eine gefüllte Zuchtform ist und der ebenfalls satt rosafarbene ein Schlafmohn sein dürfte. Er wuchs im Sommer an einer Böschung oberhalb unseres kleinen Wolfsbachs als Solitär.

Falls ihr noch keinen Klatschmohn bei euch im Garten oder Balkon bzw. Terrasse habt, dann wird es aber höchste Zeit. Am besten schon jetzt Samen besorgen. 😉 Zumal diese zarte Wilde Schönheit nicht nur etwas für’s Auge ist, ihr tut Bienen und anderen Insekten damit wirklich etwas Gutes.

PS: Lest auch gerne den Beitrag zur Blume des Jahres beim NABU bzw. der Loki-Schmidt-Stiftung >>

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Letzte bunte Herbstgrüße …

… aus meinem Terrassengarten. Falls ihr mich vermisst habt, ich bin mal wieder in der „heißen Herbstphase“ und werde die nächsten Wochen kaum Zeit für meine „Wilden Schönheiten“ haben. Deshalb wollte ich wenigstens ein paar aktuelle Impressionen hier lassen, bevor auch die letzten Blüten hinüber sind. Meine schon vor längerem angekündigten Beiträge: „Kräuter im Topfgarten“, […]

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Gärtnern im Hochbeet

Eigentlich schreibe ich ja – bis auf ein paar Ausnahmen – nicht über Gartengeräte, Hilfsmittel und ähnliches. Aber in letzter Zeit begegnet mir immer wieder das Thema „Hochbeete“.  Im Gespräch mit der Nachbarin, in meiner FB-Gruppe „Ökologisch Gärtnern“, im Netz. Also dachte ich mir, warum nicht auch mal darüber schreiben. Zumal ich in meinem früheren […]

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Schön & Nützlich: Bunte, blühende Gärten auch im Herbst

Sind die Sommerblumen abgeblüht, finden (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten meist nur noch wenig Nahrung.

Vor allem, weil Wiesen viel zu oft und früh gemäht werden und dank Überdüngung wachsen immer weniger Wildblumen (bis auf wenige Ausnahmen). Sogar Randstreifen an Feldwegen werden neuerdings alle naselang gemäht, sogar öfter als die Bankette an den Landstraßen :-(, da schafft es kaum noch eine Wildblume bis zur Blüte, geschweige denn zur Samenreife. Umso wichtiger, dass insektenfreundliche Blumen in unseren Gärten, auf Balkonen und Terrassen „aushelfen“.

Besonders eng wird es für die Tierchen jetzt im Herbst. Nicht nur an Wegrändern und auf Wiesen, auch in vielen Gärten sieht es oft schon sehr unbunt aus und/oder es blühen viel zu wenig Nahrungsspender. Da ich hier und an anderer Stelle schon öfter nach schönen und nützlichen Herbstblühern gefragt wurde, hier einige Anregungen und Tipps:

  • >> Herbstastern (Rau- und Glattblattastern, Myrtenastern gibt es in vielen Farben und Größen), evtl auch 1-jährige Astern als Zwischenpflanzung, jedoch bieten diese weniger Nahrung
  • Sedum / Fetthennen
  • ungefüllte Heide / Erika
  • einfache, ungefüllte Chrysanthemen
  • Sonnenhut
  • Sonnenbraut
  • Helianthus-Arten (z.B. Stauden oder „gewöhnliche“ Sonnenblumen, diese einfach spät bzw. in mehreren Etappen säen, so blühen sie oft bis zum Oktober)
  • spät gesäter/oder selbst ausgesäter Borretsch
  • Späte Astilben/Spieren
  • Ringelblumen (die Blüte lässt sich bis in den Herbst verlängern, wenn man die abgeblüten Blüten regelmäßig entfernt)
  • >> Kapuzinerkresse wird auch von einigen Insekten angenommen
  • einfache, ungefüllteDahlien
  • blühender Efeu
  • Lavendel (nach der Sommerblüte bis zur ersten Blattverzweigung am Blütenstängel zurückschneiden, ergibt eine zweite Blüte)
  • Agastasche (etwas frostempfindlich, tolle Teepflanze)
  • Kanadische >> Goldrute (möglichst nicht aussamen lassen, verbreitet sich sonst sehr schnell)
  • Verbenen/Echtes Eisenkraut
  • sowie viele Wildblumen, die ebenfalls nach der Sommerblüte zurück geschnitten, im Herbst noch einmal blühen

Zu den Herbstblumen passen Gräser ganz wunderbar. Es sieht natürlich schön aus und die Grassamen bieten zudem Futter für div. Vögel (im Winter).

>> Tipp: Frühsommer/Sommerblüher sofort nach der Blüte abschneiden (bis auf etwas eine Hand breit ist meist o.k.), sieht zwar erst mal nicht so schön aus, aber die Stauden treiben wieder nach und belohnen meist mit einer zweiten, wenn auch nicht ganz so üppigen Blüte (geht z.B. gut bei Phlox, Rittersporn, Glockenblumen). Das macht natürlich nur Sinn, wenn man keinen Samen gewinnen möchte oder die Samen für die Vögel als Winterfutter stehen lassen möchte.

Ich habe immer den Mittelweg gewählt und nur einen Teil abgeschnitten. So hatten im Winter die Vögel etwas davon und im Herbst etwas zusätzliche Futter für die Insekten. Das Schnittgut habe ich nicht zerkleinert für den Kompost, sondern auf einen Haufen beim Kompost gelegt, damit Insekten die Stängel als Winterquartier nutzen konnten.

>> Wichtig! Darauf achten, dass ihr möglichst nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten wählt, denn nur diese bieten Pollen und/oder Nektar. Der Anteil ungefüllter Blüten im Garten sollte deutlich überwiegen, wenn’s denn aus Liebhaberei auch ein paar besonders schöne gefüllte Blumen sein müssen 😉

Last but not least noch ein Linktipp:  https://www.naturgartenplaner.de // Und schaut auch in meine Linkliste für Anregungen, Inspiration und Bezugsquellen.

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