Die BrennNessel

Die BrennNessel ein leider oft verkanntes Wildkraut. Dabei so vielseitig. Gesund. Nützlich für Mensch und Tier und im Garten/für andere Pflanzen und vieles mehr.

Einerseits ist sie unverwüstlich und manch ein Gärtner versucht sie zu verbannen. Durchaus verständlich, denn kommt man ohne Handschuhe an die Pflanze, brennt und juckt das sehr unangehnehm, oft auch recht lange. Und sie neigt dazu, wenn ihr der Standort gefällt, sich auszubreiten, besonders wenn man sie nicht vor der Samenbildung abschneidet. Das ist die eine Seite, die auch auf viele andere Wildkräuter zutrifft. Die meisten sind sehr wüchsig und lassen sich nicht so schnell unterkriegen. Aber sie haben auch viele gute Seiten. Sie überwiegen meine ich und diese guten Seiten möchte ich euch gerne etwas näher bringen.

1. Nutzen für die Tierwelt
Vor allem Schmetterlingsraupen profitieren von der Brennessel. Ja, sie brauchen sie sogar zum Überleben. Ich habe mal gelesen, dass die Brennessel für etwa 50 Schmetterlingsarten im Raupenstadium als Futterpflanze dient. Die bekanntesten Vertreter dürften das Tagpfauenauge und der kleine Fuchs sein. Und Raupen wiederum sind Nahrung für Vögel usw.

2. Nutzen im Garten
Als Brennesseljauche/brühe sind Brennesseln ein toller Bodenhilfsstoff, helfen die Gemüse- und sonstige Gartenpflanzen gesund zu erhalten, sie zu stärken (gegossen und/oder gesprüht). Die Brennessel ist übrigens auch eine Zeigerpflanze unter anderem für einen stickstoff- und kalkreichen Boden.

3. Nutzen für den Menschen (und Tiere), als Heilpflanze
Am bekanntesten ist wohl ihre Wirksamkeit, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Gerne als Frühjahrs- oder Herbstkur als Tee (mache ich jedes Jahr, jeweils für 4-6 Wochen) und vieles mehr. Sie ist sehr mineralstoffreich.

4. Kulinarisch
Zarte Brennesselblätter eignen sich zum Beispiel gut für einen Wildspinat oder in Wildkräuter-Pfannkuchen. Auch in einem grünen Smoothie passen Brennesselblätter. Die Samen geröstet über einen Herbstsalat, auch sehr lecker und gesund dazu.

5. Verwendung als Stoff/Textilie
Aus der Brennessel wird das Nesseltuch gewonnen.

6. Färbematerial
Die Brennessel wurde/wird auch als Färbekraut verwendet.

7. Kreative Inspirationsquelle
Sie ist ein sehr fotogenes Wildkraut, die Brennessel, finde ich zumindest. Am liebsten als Solitär. In schwarz-weiß im Gegenlicht kommen ihre Strukturen besonders schön zu Geltung. Oder mit frostiger Kruste – als Farbinspiration.

Ihr seht, die Brennessel ist in vielerlei Hinsicht ein tolles Wildkraut und so vielseitig. Deshalb: Wenn ihr eine (wilde) Ecke in eurem Garten habt, lasst sie gewähren und profitiert von ihr. Esst sie, lasst den Schmetterlingsraupen Futter und tut eurem Garten/den Pflanzen mit Brühen und Jauchen etwas gutes oder färbt eure Ostereier damit.

Sebastian Kneipp soll übrigens gesagt haben:

„Die Brennnessel ist die verachtetste unter den Pflanzen. Für den Kenner hat sie in der Tat den größten Wert.“

Damit hatte er sicher Recht.

Und zum Schluss habe ich wieder ein paar Links für euch zusammengetragen, zum vertiefen und inspirieren lassen, denn es gibt ja genug Seiten, die ausführlich auf die Brennessel eingehen, da muss ich hier keine Romane schreiben 😉 …

www.heilkraeuter.de

www.naju-wiki.de/index.php/Brennessel

brennnessellobby.wordpress.com

wikipedia.org/wiki/Brennnesseln

www.herbaversum.de

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