Wildkraut oder Wildblume? Der Erdrauch

Bis vor einigen Jahren war mir der Erdrauch völlig unbekannt. Aus einem einfachen Grund: Ich habe dieses hübsche Wildkraut nirgends entdeckt. Und dann ist es mir eines Tages quasi vor die Füße gefallen und ich war sofort hin und weg. So hübsch. So zart und filigran. Und dazu diese wunderbare Farbe. Rosa, Magenta … Je nach Licht variiert sie etwas.

Wo ich sie fand? Am Wegrand, fast um die Ecke. Inzwischen sehe ich sie immer öfter. Das liegt sicher daran, dass weniger „gespritzt“ wird. Zum Glück, denn am wohlsten fühlt sich der Erdrauch am Ackerrand.

Hättet ihr es gewusst? Der Erdrauch gehört zu den Mohngewächsen. Er ist ein altes Heilkraut, schon die Kelten räucherten damit und bereits vor unserer Zeitrechnung wurde er von arabischen Ärzten eingesetzt. Im Mittelalter fand er Einzug in die Klostermedizin, Hildegard von Bingen hat ihn zum Beispiel verwendet, vor allem bei Gallenschwäche, wie ich las. Heute findet der Erdrauch praktisch keine Verwendung mehr. Bzw. lt. Wikipedia soll er von der Wissenschaft wiederentdeckt worden sein. Ob’s stimmt, weiß ich nicht.

Wie auch immer: Ich finde alleine wegen seinem hübschen Aussehen, sollte er in keinem naturnahen Garten fehlen …

Kleiner Steckbrief: In der Regel ist der Erdrauch einjährig, kann aber hin und wieder auch mehrjährig sein. Ebenso wie andere Mohngewächse enthält auch er Alkaloide, Flavonoide, Fumarsäure und Cholin. Er bevorzugt lehmige Böden und am liebsten wächst er – wie schon erwähnt – an Ackerrändern, Wegsäumen und Schuttplätzen. Er blüht über viele Wochen, oft sogar Monatelang, Hauptblühzeit würde ich auf Mai – Juni taxieren, manchmal sogar bis in den Oktober hinein. Die Höhe variiert etwas, im Durchschnitt ist der Erdrauch ca. 20 bis 30 cm hoch.

Über die Heilwirkungen könnt ihr z.B. hier mehr erfahren >>

PS: Und hier noch ein weiteres Foto >>

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In jeder Hinsicht Dufte: Schwarzer Geißklee

Jedes Jahr auf’s Neue hatte ich es mir vorgenommen, ein kleines Pflanzenportrait zum Schwarzen Geißklee zu schreiben, zur Blütezeit. Aber immer kam etwas dazwischen und dann war die Blüte rum … Und dann: Aus den Augen, aus dem Sinn. Nun habe ich es endlich geschafft. Here comes the … *Trommelwirbel* … der SCHWARZE GEISSKLEE

Dieses Jahr hat er sehr früh geblüht (wie vieles andere auch) und ist nach rund drei Wochen Blütezeit, jetzt nahezu abgeblüht und hat bereits Samen angesetzt. – Zur Hochblüte …

Kennt ihr nicht? Noch nie vom Schwarzen Geißklee gehört? Dann wird’s aber Zeit 🙂

Schwarzer Geißklee in Blüte, © wildpeppermint-design.de

Der Schwarze (oder: Schwarzwerdender) Geißklee (Cytisus nigricans), ist ein Schmetterlingsblütengewächs. Er ist eine heimische Wildpflanze und relativ selten. Er blüht meist Ende Juni/Anfang Juli.  Er liebt steinig-sandigen Boden. In der Natur ist er selten und wächst dort gerne am Waldrand bzw. in lichten Trockenwäldern.

Sobald sich die Blüten öffnen, verströmt er einen wunderbaren Duft, der leicht an Honig erinnert. Deshalb steht der Kleinstrauch bei mir auch direkt an der Haustüre, damit ich möglichst oft in den Genuss von diesem Wohlgeruch komme.

Er kann, da er max. 1,00 – 1,50 hoch wird, sehr gut im Kübel kultiviert werden. Ein weiterer Pluspunkt wie ich finde, neben der schönen Blüte und dem Duft. Ich habe ihn in normale, torffreie Bioerde mit ein paar kleinen Steinchen und etwas Sand in einen Tontopf eingepflanzt.

Er ist robust und hat bis jetzt jeden Winter schadlos überstanden. Wenn man keinen Samen gewinnen möchte, kann er gerne nach der Blüte eingekürzt werden. ich schneide immer bis knapp unter der letzten Blüte.

Mein Strauch ist nun ca. fünf Jahre alt und ca. einen Meter hoch und breit. Dünger bekommt er im Frühjahr beim ersten Austrieb. Ein wenig Bio-Gartendünger und gemörserte Eierschalen.

Wenn es sehr warm ist und während der Blüte braucht er, je nach Topfgröße, etwas mehr Wasser. Aber immer erst gießen, wenn die Erde obenauf trocken ist.

Der Schwarze Geißklee ist ein echtes Hummelmagnet. Zumindest hatte ich immer viel Besuch von den kleinen pelzigen Brummern.

Neugierig geworden? Noch ein Plätzchen frei? Ihr werdet es nicht bereuen, wenn ihr eine Pflanze zu euch holt. Ihr bekommt ihn z. B. bei >> Syringa oder >> Strickler.

 

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Frohe Ostern!

Gestern war das Wetter unerwarteter Weise recht fein und ich konnte wieder einige schöne Aufnahmen von unserer allmählich immer grüner werdenden Landschaft machen. Dabei entstand auch diese Aufnahme am Waldrand (Buschwindröschen) …

Ich wünsche euch allen, und ganz besonders meinen treuen Followern :-), ein entspanntes, schönes Osterfest!

PS: Vielerorts werden ja an Ostern Osterfeuer entzündet, denkt bitte an die Tiere, die sich im Reisighaufen verbergen können, dazu mein Linktipp >>

Frühling, Am Waldrand, Buschwindröschen, Naturfoto, Frohe Ostern, wildpeppermint-design.de

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Schöne Pfingsten!

Ich wünsche euch strahlend, sonnige Pfingsten! Genießt die Sonne (aber nicht übertreiben 😉 ), die Natur, euren Garten, Balkon oder Terrasse, genießt ein Stück leckeren (selbstgebackenen) Erdbeerkuchen unter einem Schatten spendenden Baum – tut, was euch auch immer Freude bereitet und lasst es euch einfach gut gehen!

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