Neu entdeckt: Die Knotige Braunwurz

Immer wieder überrascht mich die Natur. Fast jeden Tag gehe ich an dieser einen Stelle im Feld vorbei, aber noch nie habe ich dort diese Pflanze gesehen. Mir war sie bis heute unbekannt, da ich sie auch sonst noch nirgends entdeckt habe:

Die Knotige Braunwurz.

Die Braunwurz ist eine recht stattliche Pflanze, sie überragte selbst das hohe blühende Gras ringsum und so fiel sie mir denn auch auf. Ich schätze, dass sie durch den letzten Regen regelrecht in die Höhe geschossen ist und mir deshalb bisher „entgangen“ war, weil im Gras versteckt. Und, sie muss sich auch erst dieses Jahr dort angesiedelt haben.

Ich dachte sie wäre selten, weil lediglich zwei Pflanzen dort wuchsen. Mein Bestimmungsbuch und das Internet meinen aber, sie wäre fast überall sehr häufig. o.k. Dann wohl nur hier bei uns nicht.

Die Knotige Braunwurz ist eine eine mehrjährige Staude und kann bis zu 120 cm hoch werden. Die Blüten sind nur unscheinbar und werden von Fliegen und Wespen bestäubt, wie ich gelesen habe. Sie blüht von Juni bis August und wächst angeblich an Lichtungen, Heckenrändern, Staudenfluren, an feuchten, eher schattigen Plätzen, liebt nährstoffreiche und kalkarme Böden.

Zu meinem Fund passen diese Angaben nicht wirklich. Sie wächt am Wegrand, am unbearbeiteten Rand einer Wiese, vollsonig, eher wenig feucht und kalkarm ist es dort auch eher nicht soweit ich weiß, zum Nährstoffangebot kann ich wenig sagen. Es wachsen dort vor allem div. Gräser, ein paar Kuckuckslichtnelken, vereinzelt Wiesen-Magariten und die „Üblichen Verdächtigen“ wie Löwenzahn & Co.

Mehr zur Knotigen Braunwurz gibt es hier: www.natur-lexikon.com oder hier zum Beispiel, was ihre Heilwirkung, angeht: heilkraeuter.de

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Die BrennNessel

Die BrennNessel ein leider oft verkanntes Wildkraut. Dabei so vielseitig. Gesund. Nützlich für Mensch und Tier und im Garten/für andere Pflanzen und vieles mehr.

Einerseits ist sie unverwüstlich und manch ein Gärtner versucht sie zu verbannen. Durchaus verständlich, denn kommt man ohne Handschuhe an die Pflanze, brennt und juckt das sehr unangehnehm, oft auch recht lange. Und sie neigt dazu, wenn ihr der Standort gefällt, sich auszubreiten, besonders wenn man sie nicht vor der Samenbildung abschneidet. Das ist die eine Seite, die auch auf viele andere Wildkräuter zutrifft. Die meisten sind sehr wüchsig und lassen sich nicht so schnell unterkriegen. Aber sie haben auch viele gute Seiten. Sie überwiegen meine ich und diese guten Seiten möchte ich euch gerne etwas näher bringen.

1. Nutzen für die Tierwelt
Vor allem Schmetterlingsraupen profitieren von der Brennessel. Ja, sie brauchen sie sogar zum Überleben. Ich habe mal gelesen, dass die Brennessel für etwa 50 Schmetterlingsarten im Raupenstadium als Futterpflanze dient. Die bekanntesten Vertreter dürften das Tagpfauenauge und der kleine Fuchs sein. Und Raupen wiederum sind Nahrung für Vögel usw.

2. Nutzen im Garten
Als Brennesseljauche/brühe sind Brennesseln ein toller Bodenhilfsstoff, helfen die Gemüse- und sonstige Gartenpflanzen gesund zu erhalten, sie zu stärken (gegossen und/oder gesprüht). Die Brennessel ist übrigens auch eine Zeigerpflanze unter anderem für einen stickstoff- und kalkreichen Boden.

3. Nutzen für den Menschen (und Tiere), als Heilpflanze
Am bekanntesten ist wohl ihre Wirksamkeit, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Gerne als Frühjahrs- oder Herbstkur als Tee (mache ich jedes Jahr, jeweils für 4-6 Wochen) und vieles mehr. Sie ist sehr mineralstoffreich.

4. Kulinarisch
Zarte Brennesselblätter eignen sich zum Beispiel gut für einen Wildspinat oder in Wildkräuter-Pfannkuchen. Auch in einem grünen Smoothie passen Brennesselblätter. Die Samen geröstet über einen Herbstsalat, auch sehr lecker und gesund dazu.

5. Verwendung als Stoff/Textilie
Aus der Brennessel wird das Nesseltuch gewonnen.

6. Färbematerial
Die Brennessel wurde/wird auch als Färbekraut verwendet.

7. Kreative Inspirationsquelle
Sie ist ein sehr fotogenes Wildkraut, die Brennessel, finde ich zumindest. Am liebsten als Solitär. In schwarz-weiß im Gegenlicht kommen ihre Strukturen besonders schön zu Geltung. Oder mit frostiger Kruste – als Farbinspiration.

Ihr seht, die Brennessel ist in vielerlei Hinsicht ein tolles Wildkraut und so vielseitig. Deshalb: Wenn ihr eine (wilde) Ecke in eurem Garten habt, lasst sie gewähren und profitiert von ihr. Esst sie, lasst den Schmetterlingsraupen Futter und tut eurem Garten/den Pflanzen mit Brühen und Jauchen etwas gutes oder färbt eure Ostereier damit.

Sebastian Kneipp soll übrigens gesagt haben:

„Die Brennnessel ist die verachtetste unter den Pflanzen. Für den Kenner hat sie in der Tat den größten Wert.“

Damit hatte er sicher Recht.

Und zum Schluss habe ich wieder ein paar Links für euch zusammengetragen, zum vertiefen und inspirieren lassen, denn es gibt ja genug Seiten, die ausführlich auf die Brennessel eingehen, da muss ich hier keine Romane schreiben 😉 …

www.heilkraeuter.de

www.naju-wiki.de/index.php/Brennessel

brennnessellobby.wordpress.com

wikipedia.org/wiki/Brennnesseln

www.herbaversum.de

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Terrassengarten – Meine kleine „grüne Hölle“ wächst

Schwerpunkt meines Blogs sind ja die „Wilden Schönheiten“, aber hin und wieder berichte ich auch mal von meinem Terrassengarten – wo natürlich auch einige Wildlinge ihren Platz gefunden haben. Wie wohl überall, wächst und gedeiht dieses Jahrs alles prächtig (mit Ausnahme der Wiesen und Ackerfrüchte, die nach dem Regen jetzt aber auch ins Wachsen kommen) […]

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Die Knoblauchsrauke

Blüte ernten kannst, schmecken fast wie Peperoni und wenn du sie in Öl eingelegst, so hast du ein tolles und scharfes Gewürz für deine Salate oder für Pasta. Die schwarzen, komplett ausgereiften Samen (etwas später geerntet)sind auch scharf. Früher bekannt als „Wilder Pfeffer“ kannst du sie getrocknet – wie den normalen schwarzen Pfeffer auch – […]

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Wildes Gemüse

Gestern las ich im Newsletter von „Gartenzauber“ einen Artikel über „wildes Gemüse“. Mit Wildblumen und -Kräutern kenne ich mich recht gut aus. So landen Wildkräuter – besonders jetzt im Frühjahr – auch öfter in meiner Küche. Wie zum Beispiel in Form von Gierschpfannkuchen, Wildkräuter-Schaumsuppen, Wildkräutersalat oder im grünen Smoothie … Mit wildem Gemüse und alten Gemüsesorten […]

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Arzneipflanze des Jahres: Spitzwegerich

Jedes Jahr werden ja in div. Kategorien die Pflanze(n)/der Baum des Jahres usw. ausgerufen. Dieses Jahr möchte ich mich den verschiedenen „Jahrespflanzen“ mit einem kleinen Beitrag widmen. Den Anfang macht die Arzneipflanze des Jahres 2014: Der Spitzwegerich. Sie wurde vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ der Universität Würzburg gekürt.   Der Spitzwegerich ist ein altes, bewährtes natürliches Heilmittel bei Husten. Er lindert den Husten und die Entzündungen in Hals und Rachen. Ein wenig mehr zum Spitzwegerich und seinen Verwandten könnt ihr in meinem Beitrag lesen, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe.

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